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Trotz Corona-Pandemie finden die 42. Biberacher Filmfestspiele statt, als analoges Festival ohne Online-Programm. Die reine Online-Version des Festivals sei für sie keine Option, sagt die Intendantin der Filmfestspiele Helga Reichert. Dann gebe es kein gemeinsames Kinoerlebnis mehr, sondern jeder schaue vereinzelt auf seinen Bildschirm.

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Es sei einfach schön, wenn Menschen auf Abstand und unter Hygiene-Regeln zusammenkommen könnten, etwas Gemeinsames erleben und sich trotzdem gesundheitlich sicher fühlten, so Reichert.

Im Dokumentarfilmprogramm der Festspiele gebe es einen Film, der ein besonders Verhältnis zur Wirklichkeit zeige. Der junge Filmemacher Michael Kranz hat sich für seinen Film „Was tun“ in Bangladesch auf die Suche nach dem Schicksal einer jungen Prostituierten gemacht, die er in einem anderen Dokumentarfilm gesehen hat. Es gebe in diesem Film natürlich kein Happy End, sagte Helga Reichert, aber er zeige dennoch, dass jedes Einmischen, dass jede einzelne Tat das Leben für Menschen besser machen können.

Mehr Informationen zum Filmprogramm und zum Hygiene-Konzept des FIlmfestivals gibt es auf der Webseite.

Filmfestival Französische Filmtage Tübingen-Stuttgart finden vor Ort und online statt

Zum 37. Mal heißt es „Film ab!“ für die Französischen Filmtage Tübingen-Stuttgart. Eine Woche lang werden rund 80 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme gezeigt, die interessante und spannende Einblicke in das aktuelle französischsprachige Kino geben. Corona-bedingt sind viele Filme nicht nur in den Kinos in Tübingen, Reutlingen und Rottenburg auf großer Leinwand zu sehen -  während  des Festivals können sie auch bundesweit online angeschaut werden.  mehr...

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Gespräch DOK Leipzig Festival 2020 – Dokumentarfilme schauen „lernen“

Obwohl die Filmemacher*innen nichts von Corona ahnen konnten, als sie ihre Filme machten, finde man in diesem Jahr ein Thema in vielen Filmen wieder, sagt Christoph Terhechte, der neue Leiter des DOK Leipzig Festivals: „Viele Filmen spielen in den eigenen vier Wänden und in Familienkreisen und beleuchten auf verschiedene Art und Weise, was im Mikrokosmos Familie abläuft und wie sich in diesem Mikrokosmos die Welt spiegelt.“ Das passe natürlich zur Situation des Lockdowns. Insgesamt gebe es in diesem Jahr in Leipzig sehr viele Filme, die ihre Geschichten über Umwege erzählten und ein Gespür dafür hätten, dass Dokumentarfilm nicht mehr einfach nur „die Wahrheit in den Bildern hat“. Wir müssen heute alle lernen, die Bildern zu hinterfragen und dass Bildern lügen können, so Christoph Terhechte. Dadurch dass die Zuschauer noch stärker als früher mit in Anspruch genommen würden, würden man auch eine Erziehung zum „Bilder-Schauen“ in vielen Filmen finden.  mehr...

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