Filmfestival

Die 75. Internationalen Filmfestspiele in Cannes starten mit „Coupez!“

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Vom 17. bis zum 28. Mai 2022 trifft sich an der Côte d'Azur die Filmbranche zum neben Berlin und Venedig bedeutendsten Filmfestival der Welt: 24 Filme gehen in diesem Jahr ins Rennen um die begehrte Goldene Palme, die Auszeichnung für den besten Film.

75. Internationale Filmfestspiele von Cannes (Foto: IMAGO, imago images / UPI Photo)
Die Goldene Palme gilt als eine der wichtigsten Auszeichnungen der Filmbranche. imago images / UPI Photo

Der Eröffnungsfilm wurde umbenannt

2022, zur Jubiläumsausgabe des Festivals, möchte man in Cannes mit der vollen Bandbreite an Stars, Glamour und filmischen Hochkarätern aufwarten. Eröffnet wird das Festival von der französischen Zombie-Komödie „Coupez!“ von Michel Hazanavicius. Ursprünglich wurde der Film unter dem Titel „Z“ angekündigt, doch aufgrund anhaltender Proteste rund um die russische Verwendung des Buchstaben änderte der Regisseur den Titel. Das Festival von Cannes unterstütze die Entscheidung, den französischen Titel des Films zu ändern, hieß es in einer Mitteilung.

SWR2 Filmkritiker Rüdiger Suchsland über „Coupez!“:

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Forum Zeitenwende in Cannes – Welche Rolle spielt der europäische Film?

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Tom Cruise und Tom Hanks als prominente Stars 2022

Im Programm sind unter anderem Werke von Claire Denis, Jean-Pierre und Luc Dardenne, Ruben Östlund und Kore-Eda Hirokazu vertreten – sie alle sind bereits mit einer Goldenen Palme geehrt worden.

Als Highlight gilt die lang erwartete Fortsetzung von „Top Gun“. Nach 30 Jahren kehrt Schauspieler Tom Cruise wieder nach Cannes zurück und wird mit einem eigenen Event für seine Karriere geehrt. Ferner wird das musikalische Biopic „Elvis“ von Baz Luhrmann mit Spannung erwartet. Oscarpreisträger Tom Hanks spielt darin den legendären Manager Colonel Parker.

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Im vergangenen Jahr fanden die Filmfestspiele pandemiebedingt zwei Monate später als üblich, aber in Präsenz statt. Die Goldene Ehrenpalme ging an Jodie Foster, den Jury-Vorsitz übernahm Regisseur Spike Lee, der diesen schon im stark eingeschränkten Vorjahr innehatte.

Vincent Lindon übernimmt den Jury-Vorsitz

In diesem Jahr übernimmt der französische Schauspieler Vincent Lindon den Jury-Vorsitz. Der 62-jährige wurde 2015 in Cannes für seine Rolle als Arbeitsloser im Film „Der Wert des Menschen“ von Stéphane Brizé als bester Darsteller ausgezeichnet worden. Außerdem spielte er eine Rolle in „Titane“ von Julia Ducournau, das im vergangenen Jahr mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

75. Internationale Filmfestspiele von Cannes (Foto: picture-alliance / Reportdienste, indiv)
Lindon wurde mehrfach für den César nominiert und schließlich 2016 für seine Darstellung eines Langzeitarbeitslosen in Stéphane Brizés „Der Wert des Menschen“ mit dem Preis ausgezeichnet. indiv

Die Präsidentschaft über das Komitee trägt Pierre Lescure, allerdings zum letzten Mal: Ab 2023 übernimmt die Deutsche Iris Knobloch, als erste Frau und Nichtfranzösin, den Vorsitz über das Festival. Aktuell ist Knobloch, die in Deutschland und den USA als Anwältin zugelassen ist, Präsidentin des französsichen Ablegers von Warner Bros. Entertainment. Künstlerischer Leiter bleibt auch weiterhin Thierry Fremeaux.

Goldene Ehrenpalme geht an Forest Whitaker

Bereits vor 34 Jahren wurde Forest Whitaker in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet. Nun würdigt das Festival in Cannes die lange Karriere des Schauspielers mit der Goldenen Ehrenpalme. Der amerikanische Oscarpreisträger sei „ein Künstler mit immensem Charisma und leuchtender Präsenz“, so Cannes-Chef Thierry Frémaux bei der Bekanntgabe.

Bereits 1988 wurde Whitaker auf der Croisette für seine Hauptrolle in „Bird“ von Clint Eastwood mit dem Preis als bester Schauspieler gewürdigt.

75. Internationale Filmfestspiele von Cannes (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Invision)
Für die Rolle des Idi Amin in „Der letzte König von Schottland – In den Fängen der Macht“ erhielt Whitaker unter anderem einen Golden Globe und den Oscar für den besten Hauptdarsteller. Invision

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Film Esoterischer Thriller mit Tilda Swinton: „Memoria“ von Apichatpong Weerasethakul

In seinen besten Momenten gelingen dem thailändischen Regisseur Apichatpong Weerasethakul eindringliche Bildmomente von suggestiver Kraft. 2010 gewann er in Cannes die Goldene Palme mit dem eher abgedrehten Film „Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben“. Seitdem kann jeder Apichatpong Weerasethakul aussprechen und er ist der Darling der europäischen Kulturszene.  mehr...

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