STAND
AUTOR/IN

Die FIlmtrilogie „Heimat“ von Edgar Reitz habe den Charakter des Heimatfilms grundlegend geändert, sagt Urs Spörri, künstlerische Leiter des Filmfestivals „Heimat Europa“, in SWR2.

Audio herunterladen (7,9 MB | MP3)

Der Eskapismus und die handlungsarmen Liebesfilme der 1950er Jahre machten von da an gesellschaftsrelevanten Inhalten Platz. „Edgar Reitz hat den Heimatfilm aufgefüllt mit Inhalten, damit, was Gesellschaft prägt und was auch internationale Strahlkraft entwickelt hat“, so Spörri. Grundsätzlich müsse ein Heimatfilm heute nicht in der Provinz spielen, er könne sich auch thematisch damit auseinandersetzen.

Das Filmfestival „Heimat Europa“ läuft noch bis zum 6. September im Autokino in Simmern im Hunsrück.

Film Edgar Reitz erscheint selbst vor der Kamera: Doku „800 Mal Einsam“

„Ich bin ja einer, der das Werk in den Vordergrund stellt“, sagt Regie-Altmeister Edgar Reitz („Heimat“) über seine Ansichten zum Verhältnis Künstler und Werk. Deshalb war es für ihn ungewohnt, selbst im Mittelpunkt des Dokumentarfilms „800 Mal Einsam - Ein Tag mit dem Filmemacher Edgar Reitz“ zu stehen. Der Filmtitel beziehe sich darauf, dass in einem Kino mit 800 leeren Sitzen gefilmt wurde, berichtet Reitz. Persönlich sei er der Ansicht, Regisseure müssten sehr kommunikativ sein. Der Reiz des Films besteht für ihn aber auch darin, dass zwischen der Einsamkeit des Besuchers und dem Leinwandgeschehen eine Art „innerer Dialog“ entstehe.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Filmfestival „Heimat Europa Filmfestspiele“: Die Welt zu Gast im Autokino Simmern

Der Ort Simmern im Hunsrück ist durch die „Heimat“-Filmreihe von Edgar Reitz weltberühmt geworden. Seit 2019 findet in Simmern ein „modernes“ Heimat-Filmfestival statt, mit Edgar Reitz als Schirmherrn. Corona-bedingt müssen die Filmfestspiele 2020 jedoch ins Autokino ausweichen.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

STAND
AUTOR/IN