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Festival des Deutschen Films in Ludwigshafen: Preis für Schauspielkunst an Anne Ratte-Polle

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Panja Schollbach

Unglaubliche Gelassenheit in Verbindung mit einer starken Leinwand-Präsenz, das sind die hervorstechenden Eigenschaften der Schauspielerin Anne Ratte-Polle. Ihre ersten Berufsjahre hat die 48-Jährige auf deutschen Theaterbühnen verbracht, mittlerweile macht sie sowohl Theater als auch Film. Auf dem Ludwigshafener Festival des Deutschen Films ist sie in ihrer neuen Produktion „Alle wollen geliebt werden“ zu sehen. Der Film startet im Oktober in den Kinos.

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Unaufdringlich und ausdrucksstark

Die Stärken von Anne Ratte-Polle zeigen sich in ihren schwierigen Film- Figuren, etwa wenn sie als verhärmte Pilotin "Es gilt das gesprochene Wort" eine Scheinehe eingeht, als Witwe unter Mordverdacht in "Sörensen hat Angst" oder als Mutter mit Wahnvorstellungen in "Sibylle" – alles Rollen, in denen Ratte-Polle ihr Können gezeigt hat. Gerade hat sie mit Dominik Graf "Mein Falke" abgedreht.

 

Filmstill (Foto: ard-foto s1)
In Dominik Grafs neuem Film "Mein Falke" spielt Ane Rate-Polle eine Biologin, die einen jungen Falken aufnimmt, mit dem sonst niemand klarkommt. v.l.n.r.: Anne Ratte-Polle, Dominik Graf (Regisseur) und Olga von Luckwald ard-foto s1

Bei der Preisverleihung in Ludwigshafen war Anne Ratte-Polle sichtlich aufgeregt, gerührt und hocherfreut.  Die Auszeichnung bedeute ihr viel, sagte sie im SWR-Interview.

Weil es auch eine Auszeichnung ist nicht nur für eine Rolle, sondern für alle Rollen und meine Rollenauswahl und so. Das freut mich. Man muss ja immer neue Entscheidungen treffen und bei sich bleiben und so ein Preis, der gibt einfach Rückenwind.

 Langer Weg vom Dreh bis zum fertigen Film

Der neue Film der Schauspielerin heißt "Alle wollen geliebt werden", von Regisseurin Katharina Woll. Anne Ratte-Polle spielt darin Ina, eine Psychotherapeutin im Stress: die pubertierende Tochter droht, zum Vater zu ziehen, der Freund will mit Ina nach Finnland auswandern und die egozentrische Mutter feiert ihren 70sten und scheucht Ina rum.

Die Entstehung eines Films dauert lange vom Dreh bis zum Schnitt. Für Anne Ratte-Polle ist es jedes Mal spannend, wie das Endprodukt letztlich sein wird.

Beim Film, ja, da dreht man dann und dreht und dreht und dreht – und dann hört man erstmal nichts. Und dann hört man ein bisschen was, und weiß aber gar nichts. Und dann sieht man den Film und bis jetzt – toi, toi, toi - , war ich eigentlich immer sehr froh!

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