Gespräch

Fernsehfilmfestival Baden-Baden: Fernseh-Filme in Krisenzeiten

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INTERVIEW

„Die jungen Menschen liegen mir sehr am Herzen, schon weil sie ganz andere Sehgewohnheiten haben als meine Generation“, sagt die Leiterin des Baden-Badener Festivals Cathrin Ehrlich.

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Serien werden in Zukunft mehr Raum einnehmen

Junge Menschen würden vor allem Streaming-Dienste schauen und eher Serien als den klassischen 90-Minüter. Das Fernsehfilmfestival werde darauf reagieren. Die Tradition „des einzigartigen 90-Minüters“ werde weiter gepflegt, aber gleichzeitig werde man sich öffnen und zum Beispiel Serien in Zukunft sicherlich einen größeren Raum geben.

Festival-Mitgründer Abich mit NS-Vergangenheit

Ein anderes Thema, das das Fernsehfilmfestival in diesem Jahr beschäftigt, ist die NS-Vergangenheit des 2003 gestorbenen Festival-Mitgründers Hans Abich. Hans Abich war während des Zweiten Weltkrieges im NS-Propaganda-Ministerium beschäftigt. In einem ZEIT-Artikel vom 11.11.2021 wird geschildert, wie Hans Abich damals „willig als Propagandahelfer arbeitete.“

„Wir waren alle sehr geschockt“, sagt Cathrin Ehrlich. Die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste, die das Baden-Badener Festival ausrichtet, werde nun genau prüfen, was Abich von seiner NS-Vergangenheit verschwiegen habe. Der Hans Abich-Preis werde in diesem Jahr daher nicht als Hans Abich-Preis verliehen. Man dürfe nicht so tun, als ob das eine Kleinigkeit sei, über die man einfach so hinweggehen könne, meint Festivalleiterin Cathrin Ehrlich.

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Film Großartiger Genre-Krimi: „Jackpot“ von Emily Atef

Der Fund einer Tasche voller Geld verspricht für Maren und ihren Freund Dennis die Lösung all ihrer Probleme. Aber leider ist mit dem ursprünglichen Besitzer überhaupt nicht zu spaßen. Maren ist dennoch fest entschlossen, die Tasche zu verteidigen. Mit dem SWR-Film „Jackpot“ hat Regisseurin Emily Atef einen großartigen Genrekrimi gedreht. Dabei spielt die Polizei ausnahmsweise überhaupt keine Rolle.  mehr...

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Film Gelungene Abschiebungs- Komödie: „Toubab“ mit Farba Dieng

Statt bleischweres Sozialdrama ist der Debütfilm „Toubab“ von Florian Dietrich eine ziemlich witzige Komödie über die gar nicht leichten Themen Abschiebung und Homophobie. Hauptdarsteller Farba Dieng ist mit dem Film der Sprung vom Laien- zum begehrten Nachwuchsdarsteller gelungen. Für seine Rolle als Babtou hat er den Bayerischen Filmpreis 2021 als bester Nachwuchsdarsteller erhalten.  mehr...

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Film York-Fabian Raabes Film „Borga“: Kleider machen Leute und Migration

Das ghanaische Wort „Borga“ hat seinen Ursprung in dem deutschen Wort Hamburg. Es bedeutet so viel wie „Der reiche Onkel aus dem Ausland“, also einer, der den Aufstieg aus der Armut geschafft hat und aus dem Ausland die Familie mit Geld unterstützt. Was sich hinter diesem Konzept alles an Schwierigkeiten verbirgt, zeigt der gleichnamige Film „Borga“. Beim diesjährigen Max-Ophüls-Festival war er mit vier Preisen der große Gewinner.  mehr...

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Film Bjarne Mädels Regiedebüt– „Sörensen hat Angst“

Als „Tatortreiniger“ hat er eine große Fangemeinde, jetzt spielt Bjarne Mädel in seinem Regiedebüt „Sörensen hat Angst“ einen Kommissar, der sich wegen einer Angststörung von Hamburg in die friesische Provinz versetzen lässt. Dort wird er prompt mit einem Mordfall konfrontiert. Alles andere als ein harmloser Dorfkrimi mit viel schwarzem Humor und ernstem Untergrund. Und einem großartigen Schauspielensemble mit Peter Kurth, Matthias Brandt und Anne Ratte-Polle.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Film „Ruhe! Hier stirbt Lothar“: Weiterleben als zweifelhaftes Glück

Was wäre, wenn der Arzt sagt, dass man nur noch ein paar Monate zu leben hat und sich diese Diagnose als falsch herausstellt? Das passiert in Hermine Huntgeburths Film „Ruhe! Hier stirbt Lothar“, mit Jens Harzer und Corinna Harfouch großartig besetzt. Vielschichtig, unberechenbar und viel trockenem Humor.  mehr...

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Gespräch „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution" mit Janina Fautz

Die Schauspielerin Janina Fautz ist gerade mal 25 Jahre alt und hat bereits in vielen großartigen Filmrollen Publikum wie Kritiker begeistert. Unvergesslich ihre Rolle als Mädchen Erna im Oscarnominierten Drama „Das weiße Band“ von Regisseur Michael Haneke. Und natürlich ist sie allen noch in bester Erinnerung als angebliche Tochter des Kriminalhauptkommissars Frank Thiel im Münsteraner Tatort. Das rotzfreche Mädchen mit den intensiv blauen Haaren galt damals als heimlicher Star des Tatorts.
In ihrem jüngsten Film „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (ARD) nach Motiven des gleichnamigen Bestsellers von Peter Wensierski verkörpert sie die Rolle der jungen Franka. Der Film spielt in der DDR und erzählt von den Anfängen der Friedlichen Revolution von 1989 anhand der wahren Geschichte einer Gruppe junger Menschen, die sich gegen die Umweltzerstörung auflehnt. Doch schon bald beginnen sie, politisch zu kämpfen und die Grundrechte der Demokratie einzufordern. In SWR2 erzählt Janina Fautz von den spannenden Dreharbeiten und von ihrer Begeisterung für die Schauspielerei seit Kindertagen. Aber auch von ihrer Tätigkeit als Botschafterin für das Kinderhospiz „Sterntaler", dessen Arbeit sie tief beeindruckt.  mehr...

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Baden-Baden

Filmfestival Preisverdächtig: Starke Filme beim FernsehfilmFestival Baden-Baden

Nach einjähriger Pause kehrt das FernsehfilmFestival Baden-Baden in das Kurhaus zurück. Zwar unter strengen Auflagen, aber es findet statt. Kunscht! stellt die spannendsten Wettbewerbsfilme  vor: „Toubab“ von Florian Dietrich, „Jackpot“ von Emily Atef und „Geliefert“ von Jan Fehse.  mehr...

Kunscht! SWR Fernsehen

Medien Zwischen Streaming und Retro: Der Welttag des Fernsehens 2021

Das lineare TV sei für die jüngeren Nutzer verloren, sagt Uwe Kamman, ehemaliger Direktor des Grimme-Instituts im Gespräch in SWR2 Journal am Morgen. Die Jüngeren würden nicht mehr im alten Sinne fernsehen und sich keinem Sende-Schema anpassen. Gleichzeitig sieht er Chancen für die öffentlich-rechtlichen Mediatheken in einer gemeinsamen Online-Strategie.  mehr...

SWR2 Journal am Morgen SWR2

Forum Ganz kleines Kino – Welche Zukunft hat die Filmbranche?

Karsten Umlauf diskutiert mit
Christine Berg, Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands Deutscher Filmtheater
Lars Henrik Gass, Leiter der Kurzfilmtage Oberhausen
Rüdiger Suchsland, Filmkritiker  mehr...

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