Ausstellung Neue Film-Attraktion für Frankfurt: Das Fassbinder-Center

Von Sabine Mahr

Frankfurt hat eine neue und attraktive Kulturinstitution: Das Fassbinder-Center. Das Archiv des Deutschen Filmmuseums, DFF, ist in die Räume eines ehemaligen Bankgebäudes gezogen. Auf zwei Geschossen mit insgesamt 1.000 Quadratmetern, Lesesaal und Gartenlounge. Ein Teil der Räumlichkeiten ist dort jetzt dem Nachlass von Filmemacher Rainer Werner Fassbinder gewidmet. Die Bestände sind von Berlin nach Frankfurt umgezogen und geben dem Zentrum seinen neuen Namen.

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Fassbinder-Nachlass umfasst Drehbücher, Schriften und Fotografien

Der größte Teil des Nachlasses von Filmemacher Rainer Werner Fassbinder geht in die Obhut des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt, DFF, über. Nahe der Goethe-Universität eröffnet das Museum das neue Fassbinder-Center, als öffentlich zugängliche Forschungseinrichtung des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums.

Das wertvolle Erbe Fassbinders, darunter Handschriftliches und Drehbücher, Storyboards und Fotografien, verwaltete bislang seine frühere Cutterin und Lebensgefährtin Juliane Lorenz, Präsidentin der Berliner Fassbinder Foundation.

Fassbinder und Frankfurt: eine "zärtliche" Beziehung

Als Intendant des Frankfurter Theaters am Turm 1974/75 habe der Filmemacher trotz Konflikten eine geradezu "zärtliche" Beziehung zu Frankfurt empfunden, so Lorenz im SWR2-Interview. "Die Wunden unserer Gesellschaft liegen in Frankfurt", habe Fassbinder ihr gesagt.

Dauer

Alles, was Fassbinder je aufgeschrieben habe, werde in Frankfurt zu sehen sein, so Juliane Lorenz. Erst jetzt habe sie "Wehmut" verspürt, so die Präsidentin der Foundation über die Entscheidung, den Fassbinder-Nachlass an das DFF abzugeben. Sie selbst habe diese Zusammenführung aber seit 2011 geplant.

Bedeutendster Regisseur der Nachkriegszeit

Rainer Werner Fassbinder gilt vielen als bedeutendster deutscher Filmregisseur der Nachkriegszeit. Filme wie "Die Ehe der Maria Braun", "Die Sehnsucht der Veronika Voss" oder der Fernseh-Mehrteiler "Berlin Alexanderplatz" machten ihn in den siebziger und achtziger Jahren berühmt.

Mit seinem umfangreichen Werk verschaffte er dem Neuen Deutschen Film in den siebziger Jahren internationales Ansehen und beförderte viele Schauspielerinnenkarrieren, zum Beispiel von Hanna Schygulla oder Barbara Sukowa.

Bericht von der Eröffnung des Fassbinder-Center

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