Gespräch

Revolution von unten: Kinofilm „Der laute Frühling“ zeigt Wege gegen den Klimawandel

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AUTOR/IN
Max Knieriemen

Es reiche nicht, an die Regierungen zu appellieren, etwas gegen den Klimawandel zu tun, das ist ja die letzten Jahrzehnte offensichtlich nicht erfolgreich gewesen, sagt Johanna Schellhagen, Regisseurin des Film-Essays „Der laute Frühling“, in SWR2. Schellhagen, die sich 20 Jahre lang mit sozialen Bewegungen und Streiks beschäftigt hat, glaubt dagegen, „dass besonders die Leute am Arbeitsplatz die Macht haben, wirklich etwas zu verändern.“

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„Also die Leute, die produzieren, was wir zum Leben brauchen, haben faktisch Macht, wenn sie sich zusammentun. Das sieht man an erfolgreichen Streikwellen.“

Die gemeinsame Macht am Arbeitsplatz müsse wieder ins Zentrum gestellt werden, wenn man etwas bewegen wolle, so Schellhagen. Man müsse sich da organisieren, wo wir am meisten Zeit verbringen und das sei eben die Arbeit.

Weite Teile der Klimabewegung denken, man müsste mehr Menschen auf die Straße bringen. Johanna Schellhagen hingegen ist der Meinung: „Wir müssen uns in unseren Stadtteilen und Betrieben zusammentun, damit wir darauf vorbereitet sind, die Produktionsmittel zu übernehmen, das ist eine ganz andere strategische Perspektive.“

Trailer: „Der laute Frühling“

Der vom Berliner Frauenkollektiv labournet.tv produzierte Film besteht aus Dokumentaraufnahmen und Animationen. „Der laute Frühling“ läuft ab dem 4. August im Kino.

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