Gespräch

Eine Filmschule für Mossul – Milo Rau über das UNESCO-Projekt

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Der Theater- und Filmemacher Milo Rau baut im nordirakischen Mossul eine neue Filmschule auf. Das sei ein gemeinsames Projekt mit der Kunstakademie Mossul, sagt Rau in SWR2. Der Aufbau mit Mitteln der UNESCO finde in einem Umfeld totaler Zerstörung statt.

Bereits 2019 habe er in Zusammenarbeit mit Künstler*innen aus Mossul das Projekt „Orest in Mossul“ auf die Beine gestellt, ein Stück über Rache und Verzeihen und den Beginn der Demokratie, so Rau. Mossul sei geprägt durch eine jahrzehntelange Gewaltgeschichte und gleichzeitig eine der ältesten Städte der Welt.

Zerstörte Häuser an kaputter Straße in einem christlichen Vorort von Mosul. (Foto: SWR, SWR - Martin Durm)
Zerstörte Häuser an kaputter Straße in einem christlichen Vorort von Mossul. SWR - Martin Durm

Sein Ziel sei es, dass in dieser Stadt Künstler*innen wieder arbeiten können, sagt Milo Rau. In der Filmschule sollen zuerst 25 Studentinnen und Studenten mit dem notwendigen Equipment ausgestattet und in allen Bereichen des Films, vom Ton bis zum Schnitt, ausgebildet werden.

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Der Schweizer ist einer der einflussreichsten Regisseure Europas. Milo Raus Theaterstücke erregen sehr viel Aufmerksamkeit, denn sie sind hochpolitisch: er bringt das Grauen auf die Bühne, z. B. in seinem Stück „Hate Radio“ über den Völkermord in Ruanda und in „Breiviks Statement“ über den norwegischen Rechtsterroristen Anders Breivik.  mehr...

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