Gespräch

Dokumentation „Drei Orte nach der Flut“: Zwischen Solidarität und schleppender Bürokratie

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Drei Monate nach der verheerenden Flut in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wird zwar teilweise schon wieder aufgebaut, dennoch sind die Traumata der Katastrophe noch immer präsent, erzählt der Journalist Jens Eberl im Gespräch mit SWR2.

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„Wir haben viele Menschen getroffen, die sagen: Wenn ich nachts die Augen schließe, dann höre ich das Wasser wieder rauschen, dann sehe ich die Bilder immer noch vor mir.“

Gemeinsam mit fünf anderen TV-Journalist*innen hat er mehrere Wochen in Dernau, Bad-Münstereifel und Erftstadt-Blessem verbracht, noch immer gibt es Solidarität, berichtet Eberl, noch immer reisen Freiwillige an, die beim Wiederaufbau unterstützen wollen – dennoch ist die Hilfe weniger geworden. Was die Menschen nun umtreibt, sei die schleppende Bürokratie. Vor allem ältere Menschen seien durch die Anträge zur Fluthilfe teilweise überfordert.

Programmschwerpunkt im SWR Fernsehen

Drei Monate nach der Flut: Das SWR-Fernsehen zeigt heute einen Programmschwerpunkt zu diesem Thema. Ab 20:15 Uhr wird auch die Dokumentation „Zwischen Hoffnung und Verzweiflung" gezeigt, die außerdem in der ARD Mediathek verfügbar ist.

Aktuelle Berichte, Videos und Reportagen Dossier: Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz

Unvorstellbare Wassermassen haben in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 die Region Trier und das Ahrtal in der Eifel getroffen. Die Folgen: Viele Tote und Verletzte und Schäden in Milliardenhöhe.  mehr...

Forum Nach der Jahrhundert-Flut – Wie gelingt der Wiederaufbau im Ahrtal?

Marie-Christine Werner diskutiert mit
Frank Harsch, Bürgermeister Braunsbach
Edda Kurz, Vizepräsidentin der Architektenkammer Rheinland-Pfalz
Michael Lang, SWR-Landeskorrespondent Bad Neuenahr-Ahrweiler  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Zeugen der Hochwasserkatastrophe: Haus der Geschichte in Bonn sammelt Flut-Stücke

„Es ist wichtig, dass die von der Flut Betroffenen sehen: es gibt eine Institution, die später an diese schreckliche Situation erinnert“, sagt Dietmar Preißler, Sammlungsdirektor im Haus der Geschichte, Bonn.
Das Haus sammelt Objekte wie Schlammbilder oder verschmutzte liturgische Bücher aus Kirchen aus den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und NRW. Denn: „Eine Gesellschaft braucht Erinnerung. Wir müssen die Vergangenheit mit der Gegenwart in Verbindung sehen, weil die Vergangenheit uns prägt. Und ein Museum hat die Aufgabe, über Objekte die Erinnerung wachzuhalten“, so Preißler.
Das Haus der Geschichte lege das Gedächtnis der Republik mit an über Objekte, die Geschichte in sich tragen. Später könnten z. B. Journalisten die Objekte nutzen, wenn sie Fragen an die Geschichte hätten.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Gespräch Hilfe im Ahrtal: „Jeder kann etwas tun“

Seit sie die Bilder von der Flut im Ahrtal gesehen hat, ist Daniela Gläßer dabei: Jedes Wochenende fährt sie in die Hochwassergebiete und hilft - mit Material und Spenden, die sie zuhause im Westerwald gesammelt hat. Dahinter steht keine professionelle Hilfsorganisation, sondern das Engagement von Privatleuten und kleinen Firmen aus Gläßers Bekanntenkreis.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

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