Gespräch

Doku-Film „Das Hamlet-Syndrom“: Wie junge Ukrainer*innen mit dem Krieg umgehen

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Max Knieriemen

„Wir zeigen die Last von fünf persönlichen Kriegs-Geschichten“, sagt Regisseurin Elwira Niewiera in SWR2, „aber es ist die Last von Millionen Menschen“. „Das Hamlet-Syndrom“ heißt der Dokumentarfilm, den sie mit Piotr Rosołowski gedreht hat. Darin begleiten sie die Probe eines dokumentarischen Theaterstücks, in dem fünf junge Ukrainer*innen ihre traumatischen Erlebnisse aufarbeiten.

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Erzählt wird zum Beispiel der Fall von Katja, deren Mutter zufällig erfährt, dass ihre Tochter an der Front kämpft.

Der Titel des Films „Das Hamlet-Syndrom“ steht symbolhaft für die Kriegserfahrung ihrer Protagonist*innen, erklärt Niewiera, denn ähnlich wie Shakespeares Held würden sie „in einen Machtkampf hineingezogen.“ Hamlet merke, dass die Weltordnung, in der er lebt, auf Lügen und Verbrechen aufgebaut sei. „Diese Erfahrung haben auch junge Menschen in der Ukraine gemacht“.

Der Film wurde vor dem 24. Februar 2022 gedreht und behandelt die Erfahrungen der "Generation Maidan" in der Ost-Ukraine nach 2014. Jetzt kommt er in die deutschen Kinos.

Trailer zum Film „Das Hamlet-Syndrom“

Der Ukraine-Krieg im Film

Filmpreis Baden-Württembergischer Filmpreis für Drama „Lucky Girl“ aus der Ukraine

Das ukrainische Drama Lucky Girl hat den Baden-Württembergischen Filmpreis in der Kategorie Spielfilm gewonnen.

Gespräch ARD-Doku „Putins Krieg – Ist das noch mein Russland?“: Russlanddeutsche zwischen Putin-Liebe und Hilfe für die Ukraine

„Rabiat: Putins Krieg – Ist das noch mein Russland?“ heißt die SWR-Dokumentation der deutsch-russischen Journalistin Natalia Konyashina, in der sie verschiedene Menschen trifft, die in Deutschland leben und einen russischen Hintergrund haben. Ab 6. Dezember ist die Doku in der ARD-Mediathek zu sehen.

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Film „This Rain Will Never Stop“: Alina Gorlovas Film über den Donbass wirkt fast prophetisch

Für Filmemacherin Alina Gorlova aus der Ukraine hat sich die russische Invasion lange angekündigt: erst mit der Annexion der Krim 2014, dann mit dem Krieg im Donbass. "Während der Arbeit an dem Film “This rain will never stop” habe ich selbst versucht die Frage zu beantworten", sagt Gorlova bei SWR2, "Ist es möglich, den Krieg zu stoppen. Oder ist das ein unendlicher Kreislauf der Menschheit, dass wir immer kämpfen und dass wir irgendwo auf der Welt wieder einen Krieg anfangen.

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Der Dokumentarfilm „Mariupolis 2“ ist das Vermächtnis des litauischen Regisseurs Mantas Kvedaravičius. Er wurde während der Dreharbeiten in Mariupol, der Stadt, die zum Symbol des Vernichtungskriegs in der Ukraine geworden ist, vermutlich von der russischen Armee ermordet.

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Max Knieriemen