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Der Herr der Ringe-Serie „Die Ringe der Macht“: Großes Pathos im bildgewaltigen Epos

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AUTOR/IN
Julian Ignatowitsch

Die neue Fantasy-Serie von Amazon „Die Ringe der Macht“, auf Grundlage der „Der Herr der Ringe“-Trilogie von J.R.R. Tolkien, handelt vom Kampf von Gut und Böse, von Licht und Schatten. Die Handlung der Serie spielt dabei im sogenannten zweiten Zeitalter, also rund 1000 Jahre vor den Filmen. Die Serie trumpft dabei auf mit großem Pathos, monumentalen Bildern und gewaltigem Soundtrack.

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Eine große Portion Pathos

Der Kampf von Gut und Böse, von Licht und Dunkelheit, ist auch in der neuen „Herr der Ringe“-Serie wieder das Thema. Die Handlung der Serie spielt dabei rund 1000 Jahre vor den Filmen, im sog. zweiten Zeitalter. Dem Zeitalter des Friedens, doch der währt nicht lange.

Die Elben-Kriegerin Galadriel ist einer der Hauptfiguren der ersten beiden Folgen, wir kennen sie noch aus den Filmen. Wie andere unsterbliche Elben, etwa Politiker Elrond oder den weltberühmten Schmied Celebrimbor, der später die verhängnisvollen Ringe der Macht anfertigen wird, um die es ja auch geht.

Die Serie bringt natürlich wieder eine große Portion Pathos mit, monumentale Bilder und einen gewaltigen Soundtrack der altbekannten Film-Komponisten Bear McCreary und Howard Shore. 

Diversität spielt eine Rolle

Sie schafft es aber auch, die Poesie der Bücher von J.R.R. Tolkien und das Gefühl für die fantastische Welt, die in den Hobbit-Filmen fast gänzlich verloren ging, neu zu erwecken. 

Die Ringe der Macht - Serie (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Amazon Studios )
Elrond (Robert Aramayo) und Galadriel (Morfydd Clark) sind beide Krieger. picture alliance/dpa/Amazon Studios

Die Serie nimmt sich Zeit, die verschiedenen Völker und ihre Umwelt einzuführen, so dass auch Nicht-Tolkien-Kenner einen guten Zugang finden. 

Jedes Volk hat ein oder zwei Hauptprotagonisten, die meisten wie Nori von den Harfüßern oder Bronwyn von den Menschen sind weiblich. Das zeigt: Diversität, auch bei der Hautfarbe, ist den Serienmachern anders als in der Buch-Vorlage wichtig.

Fantastisch schön

Nach den ersten beiden Episoden, die es vorab zu sehen gab, sind noch längst nicht alle Länder durchschritten. Aber der große Feind wirft bereits seinen Schatten über Mittelerde.

Nach den ersten beiden Folgen kann man auch sagen: Die Skepsis der Fans im Hinblick auf die optische Umsetzung – Vorwurf: billig – war nicht berechtigt.

Die Ringe der Macht - Serie (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/Amazon Studios )
Die Serie sieht fantastisch schön aus, ist wieder näher an den „Gefährten“ als den „Hobbit“-Filmen.  picture alliance/dpa/Amazon Studios

Die ersten Monster, ein Schneetroll oder ein Wurm im Wasser, und Kämpfe sind ebenfalls beeindruckend animiert. Nackte Haut bleibt dagegen weiterhin tabu, anders als etwa in der anderen großen Fantasy-Welt von „Game of Thrones“.

Mega-Blockbuster für ein Mainstream-Publikum

Insgesamt ist die „Herr der Ringe“-Serie im Vergleich ein bisschen glatter, ein bisschen braver, aber auch ein gutes Stück fantastischer und weitläufiger.

Gedreht wurde wieder in Neuseeland, Altmeister Peter Jackson, der die Filme zu so großem Erfolg gebracht hatte, war bei der Produktion zwar nicht involviert, dafür gelingt es den beiden neuen Showrunnern Patrick McKay und J.D. Payne in seinen Spuren weiterzulaufen. Mehr als 1 Milliarde Dollar lässt sich Amazon das Prestigeprojekt kosten.

Herausgekommen ist der erwartete Mega-Blockbuster für ein Mainstream-Publikum – ein überraschend guter, der auch Menschen erreichen dürfte, die bei Fantasy normalerweise abschalten.

Der Trailer zu „Die Ringe der Macht:

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Denn heute erzählen wir die Geschichte von zwei kleinen Hobbits, die in einer unbarmherzigen Welt verloren gehen.
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Produzent: Jakob Baumer
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Julian Ignatowitsch