Dokumentarfilm

Dem Zauber der Fasnet auf der Spur: „NARREN”

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Man muss nicht in ferne Länder reisen, um fremde Kulturen zu studieren. Den beiden Filmemacherinnen Sigrun Köhler und Wiltrud Baier reichte eine einstündige Fahrt über die A81, um einzutauchen in die wundersame Welt der Rottweiler Fasnet.

Premiere: Dieser kleine Narr darf zum ersten Mal bei der Rottweiler Fasnet mitmachen.  Dokumentarfilm „Narren” – Kinostart: 11.11.2021 (Foto: Pressestelle, (c) „Böller & Brot“)
„Dass die Rottweiler vom ganz kleinen Kind bis zur uralten Oma alle dabei sind – dass das so verbindend ist – das ist die große Kraft“, sagt Wiltrud Baier. „Das ist eigentlich die Feier des Lebens und des Sterbens.“ Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Die Larve des „Gschell“ ist aus Lindenholz gefertigt. Sie stellt ein feines Männergesicht dar und wird umrahmt von einem Kränzle aus hellem Rosshaar. Seidenbänder, die in Schlaufen gelegt sind, verzieren das Kopfstück. (Quelle: Narrenzunft Rottweil) Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Eines von neun „Rössle“ der Rottweiler Fasnet, die ihre Wurzeln im 14. Jahrhundert hat. Bis heute dürfen sich Frauen auf keinen Fall als Pferdchen verkleiden. Das ist Tradition und soll auch so bleiben – Emanzipation hin oder her…. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Die Narrenfamilien investieren seit Jahrhunderten viel Zeit und Geld in das Herstellen und Pflegen der Masken und Gewänder. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Von den Glocken des Gschell bis zur Narrenwurst: In der Narrenschule lernt der Nachwuchs alles Wissenswerte über die Narrenzunft Rottweil. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Rottweil blickt auf eine lange Narrentradition zurück. Viele Besucher*innen kommen am Fasnetsmontag und -dienstag nach Rottweil, um den historischen Narrensprung zu sehen. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Der „Bettelnarr“ beim Besuch im Krankenhaus. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Jahr für Jahr wollen mehr Menschen beim Rottweiler Narrensprung dabei sein – obwohl die Kostüme teuer, die Holzmasken unbequem und die Narren-Regeln überaus streng sind. Auf dem Bild: der sogenannte „Guller“ (alemannisch für Hahn). Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Die Dreharbeiten waren für die Filmemacherinnen Sigrun Köhler (l.) und Wiltrud Baier nicht ungefährlich. An „Narrentag“ wurde Wiltrud Baier wegen ihrem Mikrofon mit Windschutz nur „Puschel“ genannt und von einem Schuttig, einer Elzacher Teufelsfigur, kurzerhand wie ein Sack Mehl über die Schulter geworfen und weggetragen. Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen
Wimmelbild von der Rottweiler Fasnet. Gefährlich waren auch die vielen Weißweinschorle, die dem Filmteam während dem Dreh angeboten wurden. Es ist unklar, ob es sich dabei um herzliche Gastfreundschaft handelte oder um heimliche Sabotageakte auf die zunehmend schwankende Bildgestaltung... Pressestelle (c) „Böller & Brot“ Bild in Detailansicht öffnen

Ihr Dokumentarfilm „NARREN“ zeigt „Guller“, „Gschell“ und „Narrenwurst“, erzählt, warum keine Frau ins „Rössle“ und den Vorstand der Narrenzunft darf und zeigt, welche Herausforderung es mit sich bringt, wenn Traditionspflege auf einmal zum Trend wird.

(Erstsendung in Kunscht! am 11.11.2021)

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