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Das Filmfestival in Cannes findet 2021 fast wieder zum gewohnten Zeitpunkt an der Croisette mit Publikum statt. Vom 6. bis 17. Juli 2021 werden die begehrten Filmpreise vergeben und neue Werke vorgestellt. Nach einer durch die Pandemie verhagelten Ausgabe 2020 ist Regisseur Spike Lee als Jury-Präsident der 74. Ausgabe zurückgekehrt.

Ehrenpalme für Jodie Foster

Wie bei der offiziellen Pressekonferenz am 3. Juni bekannt gegeben wurde, geht die Goldene Ehrenpalme 2021 an die US-amerikanische Schauspielerin, Regisseurin und Filmproduzentin Jodie Foster.

Foster, die auch das Festival am Dienstag, 6. Juli eröffnen wird, soll damit für eine „brillante künstlerische Entwicklung und eine einzigartige Persönlichkeit“ ausgezeichnet werden, sowie für ihr „bescheidenes, aber entschlossenes Engagement in einigen der wichtigsten Themen unserer Zeit“.

Zusammen mit Julia Roberts und George Clooney präsentierte Jodie Foster 2016 ihren Film „Money Monster“ in Cannes. (Foto: Imago, IMAGO / Future Image)
Zusammen mit Julia Roberts und George Clooney präsentierte Jodie Foster 2016 ihren Film „Money Monster“ in Cannes. Imago IMAGO / Future Image

Die Karriere der 58-Jährigen umspannt viele Meilensteine der Kino-Geschichte, von Martin Scorseses „Taxi Driver“ 1976, über den Thriller „Das Schweigen der Lämmer“ 1991, für den sie auch mit einem Oscar ausgezeichnet wurde, bis zu dem historischen Drama „Anna und der König“ 1999. Seit Beginn der 2000er Jahre hat sich Jodie Fosters Schwerpunkt immer weiter hin zur Regie verlagert — von ihr stammt unter anderem der Kinofilm „The Beaver“ und eine Folge der dystopischen Sci-Fi-Serie „Black Mirror“.

2019 hatte die Verleihung des Preises für das Lebenswerk an den französischen Schauspieler Alain Delon für einige Kritik gesorgt, da Delon bis ins hohe Alter immer wieder mit homophoben, rassistischen und teilweise frauenfeindlichen Äußerungen aufgefallen war.

Die Festival-Auswahl 2021:

In der offiziellen Programm-Auswahl für die 74. Filmfestspiele von Cannes sind neben bekannten Größen des europäischen Kinos wie Jacques Audiard, François Ozon und Nanni Moretti auch Kirill Serebrennikow und Asghar Farahani zu sehen. Wes Anderson stellt seinen Film „The French Dispatch“ vor, außerdem sind Filme von Mia Hansen-Løve und Ildikó Enyedi im Programm.

Der Eröffnungsfilm „Annette“ mit Adam Driver und Marion Cotillard stammt von Leos Carax.

Film Filmregisseur Jean-Luc Godard wird 90: Der Weltgeist des Kinos

Jean-Luc Godard ist auch 70 Jahre nach seinem atemberaubenden Debüt „Außer Atem" ein Provokateur und Erneuerer seines Mediums geblieben. Weiterhin dreht er wache zeitgenössische Werke. Erst 2018 feierte „Das Buch des Bildes“ bei den Filmfestspielen von Cannes Premiere. Nun wird der Mitbegründer der „Nouvelle Vague“ 90 – und bleibt der beste lebende Regisseur.  mehr...

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Kino Die Liebe zum Kino: Französischer Filmemacher Bertrand Tavernier gestorben

Der französische Filmemacher Bertrand Tavernier ist am 25. März 2021 im Alter von 79 Jahren an seinem Wohnsitz im Departement Var verstorben. Der Regisseur, Drehbuchautor, Produzent und Schriftsteller wurde insbesondere durch den Jazz-Film „Um Mitternacht“ bekannt, der Herbie Hancock 1986 den Oscar für die Beste Filmmusik einbrachte.  mehr...

Trickfilm-Festival Monique Renault: Retrospektive zeigt Leidenschaft für Animationsfilme

Die gebürtige Französin Monique Renault, Jahrgang 1939, hat in den 60er Jahren begonnen, Animationsfilme zu sozialen Themen der Zeit zu realisieren: Befreiung und Unterdrückung der Frau, Gewalt gegen Frauen, Kampf gegen Atomwaffen. Ihr weiblicher Blick und ihr Humor sind ihre Markenzeichen. Das Internationale Trickfilmfestival Stuttgart, das am 4. Mai digital gestartet ist, widmet Monique Renault eine Retrospektive. Eigentlich sollte dem Filmschaffen von Frauen ein großer Schwerpunkt gewidmet werden. Coronabedingt wird er, bis auf die Retrospektive über die Pionierin Renault, aufs nächste Jahr verschoben.  mehr...

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