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„Biohackers Staffel 2“: Das Actiondrama mit moralischem Kompass geht weiter

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Die deutsche Netflix Serie „Biohackers“ war 2020 sehr erfolgreich. Die Geschichte spielt in Freiburg und versammelt schillernde Figuren aus der Biomedizin, illegale Genversuche an Embryonen und die Vision, dass es ein Immunsystem geben könnte, dass gegen alle Viren gefeit ist. Passt in die Corona-Zeit? Jetzt ist die zweite Staffel von Biohackers abrufbar.

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Die Handlung der ersten Staffel von Biohackers wird in Flashbacks nacherzählt

Drei Monate lang war Mia zwar da, aber irgendwie nicht bei Bewusstsein. Die Erinnerungen kommen in kurzen Flashbacks, verbunden mit einem schrillen Ton im Ohr oder mit Nasenbluten. Für die Zuschauer hat das den Vorteil, dass die Handlung der ersten Staffel langsam nochmal mit erzählt wird.

Filmstill (Foto: Netflix/Marco Nagel)
Mia (Luna Wedler) ist die einzige Überlebende eines illegalen Genexperiments mit Namen „Homo Deus“. Der verantwortlichen Wissenschaftlerin konnte sie, unter anderem mit Hilfe ihrer nerdigen Studifreunde aus der WG, das Handwerk legen. Dennoch wurde sie am Ende der ersten Staffel entführt. Netflix/Marco Nagel

Die Frage nach der Verantwortung von Wissenschaft

Eine Spur ernster als in der ersten Staffel jongliert die Serie mit Forschungsdebatten der letzten Jahre und stellt erneut die Frage nach der Verantwortung von Wissenschaft, dem Zusammenhang von Vision und Wahn. Und beantwortet sie mit der ihr eigenen Mischung aus Actiondrama und Humor. Insgesamt hat Serienschöpfer Christian Ditter seinen Figuren mehr Tiefe und Brüche gegönnt, was insbesondere den Schauspielerinnen Luna Wedler, Jessica Schwarz oder auch Thomas Kretschmann gut tut.

Filmstill (Foto: Netflix/Marco Nagel)
Freiburg liefert in „Biohackers 2“ neben netten Stadtansichten auch diffuse und neblige Drohnenaufnahmen, verwinkelte, graue Fassaden. Regisseur Christian Ditter mit Hauptdarstellerin Luna Wendler am Set. Netflix/Marco Nagel

Near-Future-Serie mit moralischem Kompass

Es braucht ein paar unwahrscheinliche Wendungen, damit der Plot aufgeht. Dennoch bleibt „Biohackers“ im Thema originell und, aufgemotzt mit einigen Spezialeffekten, professionell gefilmt. Als Near-Future-Serie mit moralischem Kompass wirft sie ein Licht auf eine Grauzone der Wissenschaft, die Bausteine des Lebens verwertbar und optimierbar machen könnte und gegen die die Debatte um Genmais und mRNA-Impfstoffe wie ein Kinderspiel anmutet.

Serie „Loving Her“ im ZDF: Leichthändig erzählte lesbische Liebesgeschichten

Diversität ist TV-Trend, in letzter Zeit starteten gleich mehrere Serien mit vor allem schwulen Protagonisten wie „It’s a Sin“ aus England oder „All You Need“ in der ARD. Jetzt zieht das ZDF nach, mit der Studentin Hanna und ihrem Liebesleben in der Serie „Loving Her“. Die Folgen sind nur 10-15 Minuten lang und erzählen jeweils die Geschichte einer vergangenen Beziehung Hannas. „Loving Her“ ist der Beweis: Deutsches Fernsehen ist auch in der Lage, leichthändig von lesbischer Liebe zu erzählen.  mehr...

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Serie „The Pier“ - spanische Dramaserie in der ARD Mediathek

Die Fans der Fernsehserie „Haus des Geldes“ warten auf eine Fortsetzung, im September soll es soweit sein bis „der Professor“ mit seiner Crew wieder daran geht, irgendeinen spektakulären Coup zu landen. Bis dahin ist aber eine andere Serie aus der „Haus des Geldes-Ideenschmiede“ zu sehen: „The Pier“ - die fremde Seite der Liebe, unter anderem mit dem als „Professor“ bekannten Schauspieler Alvaro Morte. Die Serie stammt aus dem Jahr 2019, war aber hier bisher weder auf Netflix noch im Free TV zu sehen. Es geht um zwei Frauen, die beide denselben Mann lieben, ohne voneinander zu wissen: Oscar. Als er eines Morgens tot an einem Steg im spanischen Albufera gefunden wird, kommen viele Geheimnisse ans Licht. Ab heute stehen beide Staffeln in der ARD-Mediathek, der SWR sendet die zweite Staffel morgen.  mehr...

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