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„Der Boden ist unser letztes Paradies“, sagt TV-Köchin Sarah Wiener. Der Filmemacher Marc Uhlig hat einen Dokumentarfilm über das faszinierende Biotop gemacht. Er zeigt, wie wichtig und zugleich extrem bedroht unsere Lebensgrundlage ist.

 „Vor ein paar Jahren stand ich auf einem Acker und half bei der Ernte“, sagt Marc Uhlig. „Zum ersten Mal habe ich verstanden und gespürt, dass der Boden, auf dem ich stehe, meine Familie und mich ernährt. Ich war sehr glücklich darüber, spürte aber gleichzeitig, dass hier irgendwas nicht stimmt.“ Uhlig begann diesem mulmigen Gefühl nachzugehen. Und da er Filmemacher ist, wuchs sich seine Recherche Stück für Stück zu einer Dokumentation über ein faszinierendes Biotop aus: unser Boden!

In einer Handvoll Erde gibt es mehr Lebewesen als Menschen auf unserem Planeten. Die Humusschicht der Erde bindet beinah so viele Treibhausgase wie die Meere. Und vor allem: Alles, was wir essen, wächst auf ihr, direkt oder mittelbar.

Aber unser Boden ist in Gefahr: Ausbeutung, Überdüngung und Erosion setzen ihm zu. Manche Untersuchungen sprechen davon, dass der Boden unserer Welt nur noch für 60 Ernten fruchtbar bleibt. Marc Uhligs Film legt den Finger in die Wunde und öffnet gleichzeitig die Augen für einen vergessenen, faszinierenden Lebensraum. Kunscht! war bei der Premiere in Karlsruhe.

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