15. Indisches Filmfestival Stuttgart 2018 Indische Träume von Liebe, Arbeit und Religion

15. Indisches Filmfestival Stuttgart 2018 Indische Träume von Liebe, Arbeit und Religion

"Dhadak" - Indisches Filmfestival Stuttgart (Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart  - Indisches Filmfestival Stuttgart)
„Dhadak“ ist einer der derzeit angesagten großen Bollywoodfilme in Indien, mit bombastischen Massentanzszenen und viel Herzschmerz. Eine romantische Liebesgeschichte á la Romeo und Julia: Sie stammt aus einer angesehen Politikerfamilie und der junge Mann aus einer der unteren Kasten. Doch es geht auch um politische Verstrickungen und Korruption sowie um die wieder stärker gewordene Abgrenzung zwischen den indischen Kasten. Denn ganz selbstverständlich verhandeln heute auch massentaugliche Streifen wie „Dahdak“ gesellschaftskritische Themen, die man sonst eher in Arthouse-Filmen vermuten würde. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
Um eine Liebesgeschichte geht es auch im Eröffnungsfilm "Kuchh Bheege Alfaaz". Im Mittelpunkt stehen der beliebte Radiomoderator RJ Alfaaz und die temperamentvolle Archana, die an Leukodermie erkrankt ist, aber dennoch ihr Leben in vollen Zügen genießt. Eines Tages kommen die beiden zufällig telefonisch miteinander ins Gespräch. Zwischen den beiden Fremden, die nur übers Handy miteinander in Verbindung sind, entwickelt sich eine Freundschaft und bald auch eine Romanze – bis sie einander ihr wahres Ich zeigen. Indisches Filmfestival Stuttgart - Foto: Indisches Filmfestival Stuttgart
„Ubuntu“ ist eine tragikomische Geschichte über die Schwierigkeiten eines aufgeschlossenen jungen Lehrers auf dem Land in einer kleinen Dorfschule, die geschlossen werden soll. Bildung als Schlüssel für ein besseres Leben ist ein immer wiederkehrendes Thema in Indiens Filmen. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
Der Dokumentarfilm „Purdah“ von Jeremy Guy erzählt die Geschichte eines muslimischen Mädchens, das professionelle Cricketspielerin werden möchte. Gegen alle Widerstände legt es den Schleier ab und trainiert für sein Ziel. Obwohl die junge Frau weiß, dass sie den Islam nicht ändern kann, versucht sie, ein kleines bisschen Freiheit für sich zu gewinnen. Ein Wunsch, der viele antreibt unter den jüngeren Indern, die oft zwischen Tradition und Moderne gefangen sind. Wie einige andere Filme zeigt aber auch „Purdah“, wie erfinderisch die Menschen in Indien sind, um ihre Situation zu verbessern. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
Mumbai als die Stadt, in der Träume wahr werden können, darum geht es in dem Kurzfilm „Vacancy“. In nur fünf Minuten erzählt er die Geschichte eines jungen Manns, der in die Millionenstadt kommt, um ein ganz besonderes Vorstellungsgespräch zu meistern. Genau wie er kommen jeden Tag unzählige Menschen nach Mumbai, um ihre Träume zu verfolgen. Der Nebeneffekt zeigt sich in einer unglaublichen Übervölkerung. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
Um ein Festival in der kleinen Stadt Pushkar geht es im Dokumentarfilm „Phushkar Puran - Pushkar Myths“. Pushkar ist ein heiliger Ort des Hinduismus. Das Fest findet dort einmal im Jahr bei Vollmond im Herbstmonat Kartik statt - mit Riesenrad, Folklore, Rockmusik und bunten Tanzeinlagen. Tausende Menschen, Hindus wie Muslime, reisen an, um mit Kamelen, Pferden und Rindern zu handeln. Ein Dokumentarfilm erforscht mit starken Bildern Mythen und Götter Indiens sowie deren politische Instrumentalisierung.Das ganze Filmprogramm des Indischen Festivals gibt es hier. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
Neben den Filmen, die im Metropol Stuttgart gezeigt werden, gibt es bis zum 22. Juli auch den Indian Summer Stuttgart mit Veranstaltungen zum Thema Indien. Es gibt Aussstellungen, Konzerte, einen indischen Abend und vieles mehr. Weitere Informationen gibt es hier. Indisches Filmfestival Stuttgart - Indisches Filmfestival Stuttgart
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