Gespräch

Berlinale-Start: Abgespeckt und mit strikten Corona-Beschränkungen

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INTERVIEW
Philine Sauvageot

Die diesjährige Berlinale startet in einer deutlich abgespeckten Corona-Ausgabe. Nach dem hybriden Konzept mit vielen Online-Vorführungen aus dem letzten Jahr soll es nun wieder reale Vorführungen zur eigentlichen Festivalzeit geben. „Ein Reinfall war die letzte Ausgabe der Berlinale vor allem für die Branche“, sagt SWR2 -Filmexperte Rüdiger Suchsland.

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Es ist wichtig, dass die Berlinale in diesem Jahr wieder stattfindet

„Das Publikum, dass Karten für die Sommer-Vorführungen ergattern konnte, mag sich gefreut haben, die filme im Freiluftkino zu sehen. Die Profis haben durch diese Variante jedoch sehr viel Geld verloren.“ Gerade Verleiher, beispielsweise aus dem Arthouse-Sektor, hätten sich im Hintergrund bei den Machern der Berlinale dafür eingesetzt, wieder reale Vorstellungen abzuhalten.

Die diesjährige Form der Berlinale hat aber auch ihren Preis: Kinosäle dürfen nur halb voll und mit 2G+-Publikum belegt werden, das kostet den Bund als Träger eschätzte 10 Millionen Euro mehr als sonst. Wie viel teurer, das kommt auf die Ticket-Erlöse an, sagt Rüdiger Suchsland. „Ein Filmfestival ist in erster Linie dazu da, die gezeigten Filme in der Industrie zu vermarkten. Und deswegen ist es wichtig, dass die Berlinale in diesem Jahr wieder stattfindet."

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