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Begeisterung über den neuen Bond-Film bei der Premiere in London

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Das pflaumenfarbene Sakko von Bond-Darsteller Daniel Craig mochte zum roten Teppich vor der Londoner Royal Albert Hall nicht so richtig gepasst haben. Doch das Premierenpublikum war begeistert über den neuen Bond „Keine Zeit zu sterben“, in dem Craig zum letzten Mal den Doppelnull-Agenten verkörpert.

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Keine Jubelkulisse und strömender Regen

Das quälende Warten für alle Bond-Fans hat endlich ein Ende: Das wegen der Corona-Pandemie vielfach verschobene 007-Abenteuer „Keine Zeit zu sterben“ feierte am 28.9.2021 in London Weltpremiere.

Die Kulisse war zunächst etwas trist am roten Teppich hinter der Royal Albert Hall. Wegen Corona wollte man einen Fanauflauf vermeiden und hatte alles abgesperrt. So fehlte die übliche Jubelkulisse und Ordner versuchten Schaulustige zu vertreiben. Und dann hatte London auch noch auf Herbst umgestellt: Ohne Regen wäre eigentlich besser.

Die weiblichen Stars des Abend gleichen Craigs pflaumenfarbenen Mode-Fauxpas aus

Entgegen der Tradition hatte Daniel Craig für seinen letzten Gang als Bond über den roten Teppich nicht nach dem üblichen Smoking gegriffen sondern zu einem Samtblazer, dessen Farbe erstmal Rätsel aufgab. „Ich würde sagen Pflaume“ beschied der BBC-Reporter und ehrlich gesagt harmonierte die Pflaume nicht so ganz gut mit dem Rot des Teppichs.

Das rissen die die weiblichen Stars des Abends wieder raus: Die neue Doppel-Null-Agentin Lashana Lynch war in eine voluminöse und doch schlichte gelbe Robe gehüllt und freute sich über ihre Hauptrolle für eine durchsetzungsstarke schwarze Frau: „Es hat mich selbst stark gemacht, sie zu spielen.“.

Herzogin Kate setzt den glänzenden Höhepunkt des Abends

Applaus brandete auf, als die Interpretin des Bond Songs „No time to die“, die erst 19-jährige Billie Eilish, auftauchte. Sie trug einen schwarzen Hosenanzug und schien wenig Lust auf Schaulaufen zu haben.

Den glänzenden Höhepunkt des Abends aber setzte Herzogin Kate mit einer golden glitzernden Robe im Gladiatorenstil. Sie war mit ihrem Mann William und den Schwiegereltern Charles und Camilla gekommen.

Sie schüttelte Craig artig die Hand – das war allerdings vor dem Film, denn wer den Film gesehen hat, wird sich das mit dem Händeschütteln künftig gut überlegen, denn es geht um die Übertragung von Kampfstoffen, die weitaus tödlicher sind als Corona.

Begeisterte Premierengäste und ein starker Daniel Craig

Mit zwei dreiviertel Stunden ist das letzte Bond-Abenteuer außergewöhnlich lang aber hat keine Längen. Und die schauspielerische Leistung von Hauptdarsteller Daniel Craig steht dieses Mal stärker im Mittelpunkt als je zuvor.

Entsprechend begeistert die Premierengäste in der Royal Albert Hall. Der beste Bond überhaupt und Daniel Craig filmpreisverdächtig.

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