Neue ARD-Serie

„Bonn – Alte Feinde, neue Freunde“: Gründungsgeschichte der BRD-Geheimdienste

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Max Knieriemen

Die historische Miniserie ist ein politischer Thriller zwischen rivalisierenden Geheimdiensten und Seilschaften im Altnazi-Milieu. Eine junge Frau gerät zwischen diese Fronten und stößt dabei auf dunkle Geheimnisse, die auch ihre eigene Familie betreffen. Die Drama-Serie beruht auf wahren Begebenheiten im Spannungsfeld des Kalten Krieges.

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„Underdogs sind immer die spannendsten Hauptfiguren“, sagt Philipp Voges, Produzent der neuen ARD-Serie „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde”.

Im Sechsteiler geht es um die Frühgeschichte der bundesrepublikanischen Geheimdienste aus Sicht einer jungen Frau, die als Fremdsprachensekretärin bei der „Organisation Gehlen“ eingebunden ist.

„Bonn – Alte Freunde, neue Feinde” beruht auf wahren Begebenheiten, etwa der Rivalität zwischen Verfassungsschutzgründer Otto John und Reinhard Gehlen, ehemals Generalmajor der Nationalsozialisten und Gründungschef des Bundesnachrichtendiensts.

In der Serie sollten nicht nur „alte Herren, über die alte Zeit erzählen“, erklärt Voges. Stattdessen mache die Hauptfigur einer jungen Frau „in einer Männerwelt wie der des Geheimdienstes“ die Serie erzählerisch spannend.

Trailer zu „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde”

Serie „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“: Seilschaften in der frühen Bundesrepublik

Trotz „Ku’damm 56“ und „Ein Hauch von Amerika“ – die 1950er Jahre sind noch nicht so oft im deutschen Fernsehen dargestellt worden. Mit „Bonn – Alte Freunde, neue Feinde“ geht die ARD in die Vollen: eine aufwändig ausgestattete Event-Serie und ein Thriller über die Frühzeit der deutschen Geheimdienste.

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