STAND
AUTOR/IN

Simon Stones Film „Die Ausgrabung" spielt 1939, kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs und beschwört die Idylle eines großartigen archäologischen Fundes. Carey Mulligan und Ralph Fiennes spielen die Hauptrollen in einem auf konventionelle Art gelungenen Film, zu sehen ab 29.1. auf Netflix.

Audio herunterladen (4 MB | MP3)

Hobby-Archäologe trifft auf junge reiche Witwe

Im Jahr 1939 kommt der Hobby-Archäologe Basil Brown, gespielt von Ralph Fiennes, auf den Landsitz der jungen reichen Witwe Ethel Pretty, gespielt von Carey Mulligan. Sie will ihn anheuern, um sonderbare Hügel zu untersuchen, die auf ihrem weiten Grund gelegen sind, und die sie seit Jahren faszinieren.

Die Entdeckung von Sutton Hoo

Es ist eine angelsächsische Grabstätte von hohem Wert: Ein uraltes Schiff, gefüllt mit einem Schatz aus Schmuck und Edelmetall — heute ist der Ort berühmt als Sutton Hoo. Es handelt sich um nicht weniger als den bedeutendsten archäologischen Fund in Großbritannien im 20. Jahrhundert.

„Die Ausgrabung“ von Simon Stone (Foto: Pressestelle, Netflix)
England, 1939: Die Witwe Edith Pretty (Carey Mulligan) lebt gemeinsam mit ihrem Sohn auf einem großen Anwesen mit zahlreichen Ländereien. Schon lange vermutet sie auf ihrem Grundstück zahlreiche verborgene Schätze. Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen
Weil die Museen, die normalerweise Ausgrabungen leiten, aufgrund des bevorstehenden Krieges keine Kapazitäten mehr haben, engagiert Edith den Hobbyarchäologen Basil Brown (Ralph Fiennes). Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen
Basil vermutet auf den Hügeln ein altes Wikingergrab. Mit Schaufeln, Notizbüchern und seinem Equipment macht er sich ans Werk, den Boden auszuheben. Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen
Es dauert nicht lange, bis der Hobbyarchäologe eine große Entdeckung macht: Ein intaktes Schiffsgrab birgt zahlreiche Schätze aus dem 7. Jahrhundert. Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen
Schilde, Helme, Waffen, vergoldete Fibeln und Münzen mit merowingischer Prägung kommen zum Vorschein, sowie die Gräber von angelsächsischen Fürsten. Die Witwe Edith fühlt sich bestätigt. Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen
Doch als das Schiffsgrab erst einmal geborgen ist, weckt es das Interesse der Museen und Kuratoren der Cambridge University. Es beginnt eine hitzige Debatte um die Verwahrung der gefundenen Schätze. Pressestelle Netflix Bild in Detailansicht öffnen

Geschickt erzählte Geschichte von Archäologie und beginnendem Krieg

Regisseur Simon Stone erzählt seine Geschichte schon vom Aufbau her sehr geschickt: Denn es geht nicht nur um die zwei Hauptfiguren im Zentrum, und ihre sehr persönliche Geschichte, sondern um das ganze Team. Um ein Geflecht aus Gefühlen und Rivalitäten, aus Liebe und Neid. Diese historische Ausgrabungshandlung ist trotzdem fast nur die Kulisse für etwas Anderes: für Geschichten des Sterbens und des Todes.

Auf konventionelle Art gelungener Film

Aus dieser fortdauernden Präsenz des Todes schlägt der Regisseur die Funken der Lebendigkeit. Was wirklich bleibt, sagt dieser auf konventionelle Art gelungene Film, ist die Ewigkeit kultureller Hinterlassenschaften und die Schönheit des Augenblicks — Sinn und Sinnlichkeit.

Serie Remake mit Wohlfühlfaktor: „Der Doktor und das liebe Vieh“

Die BBC-Serie „Der Doktor und das liebe Vieh“ war Ende der 1970er Jahre auch bei uns ein Riesenerfolg. Nun überzeugt die Serie in ihrer siebenteiligen neuen Version auf Sky mit freundlich witzigem Charakter. Die Yorkshiredales im Norden Englands strahlen im üppigen Grün, die Menschen sind skurril und die Retro-Kostüme haben in England sogar einen Modetrend ausgelöst.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

Südsee

Porträt Thor Heyerdahl – Held der Meere und der Medien

Mit einem Floß unternahm der Norweger spektakuläre Forschungsfahrten auf See. Er wollte beweisen, dass alte Kulturen über die Ozeane hinweg in Verbindung standen. Von Udo Zindel  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

STAND
AUTOR/IN