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„Mit großer Trauer verkünden meine Brüder und ich, dass Kirk Douglas uns heute im Alter von 103 Jahren verlassen hat.“ Das schrieb der Hollywood-Schauspieler Michael Douglas am 5. Januar in einem Instagram-Post.

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6:00 Uhr
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SWR2

Michael Douglas auf Instagram

Kirk Douglas prägte das Goldene Zeitalter des Films in den 50er- und 60er-Jahren entscheidend mit. Eine seiner größten Rollen war der Sklave „Spartacus“ im gleichnamigen Film von Stanley Kubrick von 1960, den er auch mitproduzierte. Michael Douglas hatte seinen Vater in der Vergangenheit immer wieder als großes Vorbild gewürdigt.

Kirk Douglas

Film Hollywood-Legende Kirk Douglas gestorben

Kirk Douglas als Spartacus (Foto: Imago, Imago/Cinema Publishers Collection)
Spartacus in Stanley Kubricks Monumentalfilm von 1960 ist wohl die bekannteste Rolle von Kirk Douglas. Douglas war auch Produzent des Films. Dass er mit Dalton Trumbo einen Drehbuchautor verpflichtete, der auf der Schwarzen Liste des Kommunistenjägers McCarthy stand, sorgte für Aufsehen. Imago Imago/Cinema Publishers Collection Bild in Detailansicht öffnen
Schon 1957 arbeitete Kirk Douglas in „Wege zum Ruhm“ mit Stanley Kubrick zusammen. Der Film gilt als einer der gelungensten Antikriegsfilme der Kinogeschichte. Kirk Douglas spielt einen Colonel im Ersten Weltkrieg: Colonel Dax setzt sich sowohl als Soldat und Befehlshaber, als auch als Verteidiger in einem Militärprozess für seine Leute ein - letztlich erfolglos. Der Film schildert besonders die Brutalität und Ausweglosigkeit, die durch militärische Befehlsstrukturen entsteht. Imago Imago Images Bild in Detailansicht öffnen
Auf nur wenige seiner insgesamt über 80 Filme sei er stolz, sagte Kirk Douglas einmal. Dazu gehört der Film "Vincent van Gogh - Ein Leben in Leidenschaft" von 1956. Seine Verkörperung des Malers brachte ihm einen Golden Globe und eine Oscar-Nominierung ein. Imago Imago/MGM Bild in Detailansicht öffnen
Kirk Douglas und John Wayne 1965 in „Erster Sieg“ („In Harm's Way“ ) von Otto Premminger. Das pathetische Kriegsdrama spielt im Zweiten Weltkrieg nach dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour. Imago Imago/Paramount Bild in Detailansicht öffnen
Eine Paraderolle für Kirk Douglas war 1957 der Zahnarzt, Revolverheld und Spieler Doc Hollyday in „Zwei rechnen ab“ („Gunfight at the O.K. Corral“) von John Sturges mit Burt Lancaster, John Hudson und DeForest Kelley. Die historische belegte Schießerei von 1881 im Arizona-Städtchen Tomstone ist Vorlage für etliche Westernfilme. Im Bild v.l.: Kirk Douglas, Burt Lancaster, John Hudson und DeForest Kelley. Imago Imago / Paramount Bild in Detailansicht öffnen
Kirk Douglas und Sohn Michael, Schauspieler wie sein Vater. "Kirks Leben war gut gelebt, und der hinterlässt ein Erbe im Film, das für Generationen Bestand haben wird", schrieb Michael zum Tod seines Vaters auf Instagram. Imago Photo: Roger Harvey Globe Photos/MediaPunch Bild in Detailansicht öffnen
Auf dem Hollywood Walk of Fame legen trauernde Fans Blumen und Kerzen am Stern von Kirk Douglas ab. Imago Foto: D. Bedrosian/Future Image Bild in Detailansicht öffnen

Kirk Douglas wurde 1916 als Sohn jüdischer Einwanderer aus Weißrussland geboren. Da seine Eltern arm waren, musste Douglas für den Besuch von Schule und College selbst Geld verdienen.

Seine Schauspiel-Karriere begann Kirk Douglas am Broadway. Sein Filmdebüt hatte er 1946 mit „Die seltsame Liebe der Martha Ivers“, in der er einen alkoholabhängigen Ehemann spielte. Er war einer der ganz großen Schauspieler Hollywods und wurde dreimal für den Oscar nominiert. Die Auszeichnung bekam er aber nie. Erst 1996 erhielt er einen Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. 2001 wurde er von der Berlinale mit einem Golden Ehrenbär ausgezeichnet.

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