Kino Romanklassiker im Kino: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl”

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
22:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen

Produzent Jochen Laube aus Ludwigsburg bringt den Romanklassiker von Judith Kerr ins Kino: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl” unter der Regie von Caroline Link - und gedreht wurde auch im Südwesten!

Judith Kerrs Jugendroman wurde zur Weltliteratur

Nur einen Koffer darf sie mitnehmen. Für das rosa Kaninchen ist kein Platz mehr. Als junges Mädchen flüchtete Judith Kerr vor den Nationalsozialisten, über die Schweiz und Frankreich, bis nach England. Ihre Zeit als jüdischer Flüchtling verarbeitete sie Zeit später zu einem Jugendroman. Das Buch wird zur Weltliteratur.

Kino Einfühlsamer Familienfilm: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach dem Roman von Judith Kerr

Szene aus „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl”  (Foto: © 2019 Warner Bros.)
Es ist 1933. Die Nationalsozialisten schicken sich an, die Macht im Staat zu übernehmen. Annas (Riva Krymalowski) Familie ist jüdisch, ihr Vater (Oliver Masucci) nicht nur ein gefürchteter Theaterkritiker, sondern vor allem auch ein bekannter Kritiker der neuen Rechten. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Nach einem anonymen Hinweis der Polizei flieht die Familie Kemper Hals über Kopf ins Exil: erst in die Schweiz, später für zwei Jahre nach Frankreich und schließlich nach England. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Wüsste man es nicht besser, man könnte denken, die Familie sei auf einer ausgedehnten Urlaubsreise, so idyllisch wirken die Schweizer Bergpanoramen, so pittoresk die Pariser Straßen. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
„Wie es aussieht hatten alle berühmten Menschen eine schwere Kindheit.“ Eine tröstende Erkenntnis, findet die neunjährige Anna. Da ist die Flucht aus Deutschland zumindest für irgendwas gut. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Schlimm genug, dass ihr Bruder und sie das prachtvolle Berliner Zuhause, ihre Freunde und die heiß geliebten Spielsachen von einem Tag auf den anderen zurücklassen müssen. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Judith Kerr hat den Familienroman, auf dem der Film basiert, 1971 verfasst – als Einstiegslektüre für Kinder in das Thema Nationalsozialismus. Und auch die filmische Adaption von Caroline Link richtet sich an ein jüngeres Publikum. Imago tagesspiegel Bild in Detailansicht öffnen
Regisseurin Caroline Link hält sich an Judith Kerrs Romanvorlage und schildert die Flucht der Familie, allen Ängsten und Entbehrungen zum Trotz, als großes Abenteuer, bei dem es Herausforderungen zu bezwingen und fremde Länder zu entdecken gilt. Warner Bros Deutschland Bild in Detailansicht öffnen
Dabei erzählt Link konsequent aus der Kinderperspektive. Die fiese Pariser Concierge erscheint da mindestens so furchteinflößend wie die fernen Nazis, die ein Kopfgeld auf den Vater ausgesetzt haben. Pressestelle Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Die Kinderschauspielerin Riva Krymalowski spielt Anna mit beeindruckender Natürlichkeit als Wildfang, der sich durch nichts unterkriegen lässt. Pressestelle Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Wie zuletzt in der erfolgreichen Adaption von Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“, inszeniert Caroline Link die Familie als Hort der Geborgenheit in schwierigen Zeiten. Warner Bros Deutschland Bild in Detailansicht öffnen

„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ zu Weihnachten im Kino

Im Mai dieses Jahres ist die Autorin verstorben. Unter der Leitung des schwäbischen Produzenten Jochen Laube und der Oscarpreisträgerin Carolin Link, erscheint nun eine Verfilmung mit dem gleichnamigen Titel „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“. In Deutschland zu sehen ab dem 25. Dezember.

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