Als Hitler das rosa Kaninchen stahl (Foto: Warner Bros Deutschland)

Kino Einfühlsamer Film: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach dem Roman von Judith Kerr

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SWR2

„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach dem berühmten Roman von Judith Kerr ist ein gelungener Kinofilm, der Kinder behutsam an das Thema Nationalsozialismus heranführt.

„Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ gehört vermutlich zu den meist gelesenen Jugendbüchern in Deutschland. Schließlich war es über Jahrzehnte Pflichtlektüre im Unterricht, wenn es zum ersten Mal um das Thema Nationalsozialismus ging.

Kunscht! über „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl”

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22:45 Uhr
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SWR Fernsehen

Die jüdische Autorin und Zeichnerin Judith Kerr, die im Mai mit 95 Jahren in London verstorben ist, schildert darin leicht verfremdet ihre eigene Geschichte. Ihr Vater, der berühmte deutsche Theaterkritiker Alfred Kerr, floh mit seiner Familie 1933 vor Hitler ins Exil. Jetzt hat Oscar-Preisträgerin Caroline Link es fürs Kino verfilmt. Ein gelungener Familienfilm, der Kinder behutsam an das Thema Nationalsozialismus heranführt, ohne etwas zu verharmlosen.

Kino Einfühlsamer Familienfilm: „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ nach dem Roman von Judith Kerr

Szene aus „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl”  (Foto: © 2019 Warner Bros.)
Es ist 1933. Die Nationalsozialisten schicken sich an, die Macht im Staat zu übernehmen. Annas (Riva Krymalowski) Familie ist jüdisch, ihr Vater (Oliver Masucci) nicht nur ein gefürchteter Theaterkritiker, sondern vor allem auch ein bekannter Kritiker der neuen Rechten. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Nach einem anonymen Hinweis der Polizei flieht die Familie Kemper Hals über Kopf ins Exil: erst in die Schweiz, später für zwei Jahre nach Frankreich und schließlich nach England. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Wüsste man es nicht besser, man könnte denken, die Familie sei auf einer ausgedehnten Urlaubsreise, so idyllisch wirken die Schweizer Bergpanoramen, so pittoresk die Pariser Straßen. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
„Wie es aussieht hatten alle berühmten Menschen eine schwere Kindheit.“ Eine tröstende Erkenntnis, findet die neunjährige Anna. Da ist die Flucht aus Deutschland zumindest für irgendwas gut. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Schlimm genug, dass ihr Bruder und sie das prachtvolle Berliner Zuhause, ihre Freunde und die heiß geliebten Spielsachen von einem Tag auf den anderen zurücklassen müssen. © 2019 Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Judith Kerr hat den Familienroman, auf dem der Film basiert, 1971 verfasst – als Einstiegslektüre für Kinder in das Thema Nationalsozialismus. Und auch die filmische Adaption von Caroline Link richtet sich an ein jüngeres Publikum. Imago tagesspiegel Bild in Detailansicht öffnen
Regisseurin Caroline Link hält sich an Judith Kerrs Romanvorlage und schildert die Flucht der Familie, allen Ängsten und Entbehrungen zum Trotz, als großes Abenteuer, bei dem es Herausforderungen zu bezwingen und fremde Länder zu entdecken gilt. Warner Bros Deutschland Bild in Detailansicht öffnen
Dabei erzählt Link konsequent aus der Kinderperspektive. Die fiese Pariser Concierge erscheint da mindestens so furchteinflößend wie die fernen Nazis, die ein Kopfgeld auf den Vater ausgesetzt haben. Pressestelle Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Die Kinderschauspielerin Riva Krymalowski spielt Anna mit beeindruckender Natürlichkeit als Wildfang, der sich durch nichts unterkriegen lässt. Pressestelle Warner Bros. Bild in Detailansicht öffnen
Wie zuletzt in der erfolgreichen Adaption von Hape Kerkelings „Der Junge muss an die frische Luft“, inszeniert Caroline Link die Familie als Hort der Geborgenheit in schwierigen Zeiten. Warner Bros Deutschland Bild in Detailansicht öffnen
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