Regisseur Todd Phillips und Joaquin Phoenix (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Filmfestival Durchschnittlicher Filmjahrgang in Venedig mit „Joker“ und Roman Polanski

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
6:00 Uhr
Sender
SWR2

Mit dem Erfolgsfilm „Joker“, einer realistischen Neuverfilmung über den Gegenspieler von „Batman“und dem großen Erfolg der Verfilmung der Dreyfuss-Affäre von Roman Polanski ist das Filmfestival von Venedig zuende gegangen. Es war ein durchschnittlich guter Festivaljahrgang, aber kein herausragender, meint Rüdiger Suchsland in seinem Abschlusskommentar.

„Joker“ ist keine schlichte Comic-Superheldenverfilmung, sondern der Versuch, den schillerndsten Gegenspieler von „Batman“ in unsere Gegenwart zurückzuholen und „realistisch“ neu zu erzählen.

Spezialpreis der Jury für Roman Polanski

Der polnischstämmige französische Regisseur Roman Polanski bekam den Spezialpreis der Jury für „J'Accuse!“. Auch damit hatten im Vorfeld nur wenige gerechnet. Zu schwer schienen die amerikanischen Vorwürfe auf dem Meisterregisseur zu lasten, nach denen sich Polanski vor 42 Jahren einem Gerichtsverfahren entzogen habe.

Durchschnittlicher Jahrgang beim zweitwichtigsten Filmfestival der Welt

Insgesamt war 2019 ein durchschnittlich guter Festivaljahrgang, aber kein herausragender. Zu amerikalastig und dabei nicht abwechslungsreich genug. Zu wenig ästhetische Innovation, zu wenig Überraschungen, um restlos zufrieden zu stellen. Trotzdem bleibt Venedig nach Cannes das beste und wichtigste Festival der Welt.

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