Filmfestival Frauenwelten - das Filmfest von Terre des Femmes beginnt zum letzten Mal in Tübingen

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Dauer
Sendedatum
Sendezeit
12:33 Uhr
Sender
SWR2

Zum letzten Mal findet bis zum 27. November das Filmfest Frauenwelten von Terre des Femmes in Tübingen statt. 25. Spiel- und Dokumentarfilme aus 25 Ländern sind in Kinos in Tübingen und Rottenburg zu sehen.

Mit „Gott existiert, ihr Name ist Petrunya“ werden die Filmtage eröffnet. Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit. Es geht darin um die 31-jährige Historikerin Petrunya, die, einem uralten mazedonische Brauch zufolge, am Dreikönigstag in einen Fluss springt und nach einem geweihten Kreuz taucht. Doch dieser Brauch ist eigentlich nur den jungen Männern im Dorf vorbehalten.

Der schon auf der Berlinale ausgezeichnete Film hat ordentlich Wellen geschlagen, weil er absurd komisch die verkrustete patriarchalische Gesellschaft auf dem Balkan anprangert und für die Gleichberechtigung von Frauen plädiert. Er ist ein Beispiel für den Focus „Religiöse Fundamentalismen“.

Schwerpunkt „Zwangs und Armutsprostitution“

Der zweite Schwerpunkt des Filmfestes widmet sich dem Thema „Zwangs und Armutsprostitution“. Die deutsche Dokumentation „Verliebt, verführt, verkauft“ von Diana Ahrabian schildert, wie sogenannte Loverboys junge Mädchen aus allen gesellschaftlichen Schichten emotional abhängig machen und sie sogar unter Gewaltandrohung zur Prostitution zwingen.

Die Filme des Festivals Frauenwelten stimmen oft nachdenklich und sind bedrückend. Dennoch sollen sie auch Hoffnung machen. Und so zeigt die letzte Tübinger Ausgabe des Festivals einmal mehr viele starke Frauen, sowohl vor als auch hinter der Kamera, die sich gegen Gewalt, Unterdrückung und für Gleichberechtigung einsetzen. Im kommenden Jahr folgt das Festival der Menschenrechtsorganisation Terre des Femmes nach Berlin.

Das Filmfest Frauenwelten findet vom 20. bis 27. November in Kinos in Tübingen und Rottenburg statt.

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