Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ (Foto: DCM)

Film Wie Udo wurde, was er ist: Der Film „Lindenberg! Mach dein Ding“

Film Wie Udo wurde, was er ist: Der Film „Lindenberg! Mach dein Ding“

Film „Lindenberg! Mach dein Ding“ (Foto: DCM)
„Lindenberg! Mach Dein Ding” erzählt die Geschichte von Udo Lindenberg (in der Hauptrolle Jan Bülow) bis zu seinem großen Durchbruch 1973 mit seiner ersten Panik-Tour und dem legendären Erfolgsalbum „Andrea Doria”. Regisseurin Hermine Huntgeburth und Produzent Michael Lehmann wollen schildern, wie aus dem westfälischen Udo Gerhard Lindenberg Deutschlands bekanntester Rockstar wurde. DCM
Schon als Sechsjähriger trommelt Udo in Gronau auf einem Blecheimer, wenn sein Vater Gustav mal wieder einen seiner betrunkenen Auftritte im Wohnzimmer hat. DCM
Das Schlagzeug wird die erste Passion des kleinen Udo. DCM
Später bekommt er von seinem Vater (Charly Hübner) zwar sogar ein Schlagzeug zum Geburtstag – aber leider auch den ernüchternden Ratschlag, sich den großen Musikertraum zu sparen und lieber auf eine Zukunft als Klempner vorzubereiten. DCM
Udo war das zweite von vier Kindern in der Familie Lindenberg. Seine Mutter Hermine (Julia Jentsch) stellt viele ihrer Träume für die Familie zurück. Später erlebt sie stolz den großen Durchbruch ihres Sohnes. DCM
Seine turmspringende, etwas ältere Jugendliebe Susanne (Ella Rumpf) erobert er mit unbeirrbaren Charme im Schwimmbad. DCM
Große Träume haben beide. Doch nur Udo verwirklicht sie, verlässt Gronau schon im Alter von 15 Jahren - und lässt auch Susanne zurück. DCM
Zuerst versucht Udo mit einer Kellnerlehre in Düsseldorf den Sprung in die weite Welt. Doch schon mit der ersten ernstzunehmenden Chance als Schlagzeuger verabschiedet er sich aus dem Hotelleben. Als 17-jährigen verschlägt es ihn nach Libyen, wo er vor US-Truppen spielt. Mit seiner Wüstenerfahrung bekommt er aber auch seinen ersten Dämpfer, als er sich im Rausch eines Truppen-Auftritts ans Mikro wagt und nicht gefeiert wird, sondern Buh-Rufe erntet. DCM
In Hamburg gesellt sich Steffi Stephan (Max von der Groeben) dazu, sein Freund und Panik-Partner bis heute. Hier wächst die Idee seiner eigenen Band, ein Traum, den Udo schon seit seiner Kindheit in Gronau hat, als er James Stewart in der „Glenn Miller Story“ auf der großen Leinwand sieht. DCM
Auch wenn Udo Jahre später, mit Anfang 20, auch in Hamburg noch nicht wirklich weiß, wie es weiter geht, macht er unbeirrt einen Schritt nach dem anderen. DCM
Mit Bandgigs und Studioaufnahmen für Werbespots hält er sich irgendwie über Wasser. Berühmt wird sein Ausflug nach München zu Klaus „Goldfinger“ Doldinger für die ersten Aufnahmen der Tatort-Titelmelodie. Lindenberg spielt das Schlagzeug. DCM
Anfang der 70er Jahre spielt Udo wieder mit Steffi in einer Band und kann ein paar kleinere Erfolge verbuchen. Der Talentsucher Mattheisen (Detlev Buck) wird auf ihn und Steffi aufmerksam. DCM
Schließlich versucht Udo, die Band umzukrempeln. Er will zu deutschen Texten spielen, scheitert aber damit kläglich. Es ist eine kleine Niederlage, die trotzdem aus der Not und in kleinerer Besetzung zu Udos erstem Album führt, wenn auch nach Teldec-Vorgaben und auf Englisch. DCM
Mittlerweile sind es nur noch zwei Jahre bis zum großen Durchbruch. Doch noch immer sitzt Udo in Hamburg, spielt Schlagzeug in einem Striplokal auf der Reeperbahn und lässt sich durch die Nacht treiben. Hier lernt er Paula (Ruby O. Fee) kennen. Sie ist nicht seine erste große Liebe, aber eine „feurige Bordsteinschwalbe“ und leidenschaftliche Freundin. DCM
Lindenbergs erste Platte verkauft sich so schlecht, dass sich Udo mit Mattheisen zu streiten beginnt und die Zelte in Hamburg abbricht. Er zieht nach Berlin und lernt bei einem Besuch in Ost-Berlin die junge Petra (Saskia Rosendahl) kennen, in die er sich unsterblich verliebt. DCM
Doch es zeigt sich, dass es für beide keine gemeinsame Zukunft geben kann. Udo bekommt die harte Realität der Teilung zu spüren, die Chancenlosigkeit einer deutsch-deutschen Beziehung mit einer Mauer dazwischen. DCM
Aber der Trennungsschmerz bietet Udo auch eine Chance. Mit der „Mädchen aus Ost-Berlin“-Ballade im Gepäck kommt er zurück nach Hamburg und stellt sich im „Onkel Pö” hinters Mikro. Zum ersten Mal versammelt sich das Panik-Orchester um ihn. Mattheisen steht lauschend hinterm Tresen. DCM
Der Pö-Auftritt ist der erste Anfang vom großen Erfolg. Udo produziert eine „gefühlige“ Single, hat aber mit „Sommerliebe“ nicht nur eine Schlager-Schnulze im Angebot, sondern auf der B-Seite der Platte einen echten Udo-Song. „Hoch im Norden“ rockt plötzlich den Radio-Äther und in die Charts. DCM
Bis zur großen Andrea-Doria-Tournee, dem ersten Millionenvertrag und dem legendären Auftritt in Hamburg 1973 ist es nur noch eine kurze Wegstrecke. Und Udo macht sein Ding... DCM

Inzwischen ist Udo Lindenberg 73. Von Ruhestand keine Spur. Wie kein anderer Musiker der deutschen Nachkriegsgeneration hat Udo Lindenberg Geschichte geschrieben. Seinen Weg zum Erfolg erzählt der Film „Lindenberg! Mach dein Ding“.

Filmtrailer: „Lindenberg! Mach dein Ding“

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