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Die Bedingungen für iranische Filmemacher*innen waren und sind nie leicht gewesen - vor und nach der islamischen Revolution nicht. Davon, aber auch von der reichhaltigen iranischen Filmkunst zeugt das Online-Festival „10 Days of Iranian Cinema“, vom 12. bis zum 21. Juni veranstaltet von den Berliner Festspielen.


10 Days of Iranian Cinema (Foto: Sohrab Shahid Saless)
Filmausschnitt aus Yek ettefāq-e sāde (A Simple Event) von Sohrab Shahid Saless Sohrab Shahid Saless

Im Fokus stehen nicht im Ausland bekannte Filmemacher wie Jafar Pannahi oder Asghar Farhadi, sondern Altmeister Sohrab Shaid Saless oder die „Grand Dame“ des iranischen Kinos Rakshan Banietemad. Die Filme dieses ausgesuchten und sehr sehenswerten Festivals, die man über die Internetseite der Beliner Festspiele kostenlos sehen kann, schlagen einen Bogen von 1973 bis in die Gegenwart.

“Despite the bitterness that may be present in my films, the perserverance of the characters is what I call hope. To protest is to nurture hope and that’s the essence of my films and also my way of living.” In her interview director Rakhshan Banietemad is talking, among other things, on her motivation in filmmaking, working conditions in Iran and entering a male-dominated field of work. Watch the full interview and other conversations with filmmakers and experts online! _ 📽 berlinerfestspiele.de/iran #10DaysOfIranianCinema

Gemeinsam ist den Werken, dass sie einen realistischen, besonnen beobachtenden Blick auf den Alltag der Menschen werfen. Konzentriert kuratiert bietet die Schau ein interessantes Spektrum unabhängigen iranischen Filmschaffens von Regisseur*innen, die hierzulande weitestgehend unbekannt sind.

Gesellschaft „Schrei nach Gerechtigkeit“: Preisgekrönter Dokumentarfilmer Feras Fayyad sagt im Folter-Prozess gegen syrischen Geheimdienst aus

„Es geht um Wahrheit. Eine Wahrheit, die von der ganzen Welt gesehen werden soll. Es ist der Schrei nach Gerechtigkeit.“ Sagt der syrische Dokumentarfilmer Feras Fayyad. 2018 und 2020 wurden seine Dokumentarfilme, „Die letzten Männer von Aleppo“ und „Eine Klinik im Untergrund — The Cave“ für den Oscar nominiert.

Fayyad sagt als Zeuge und Nebenkläger im weltweit ersten Prozess gegen syrische Geheimdienstmitarbeiter in Koblenz aus. Er ist selbst in einem der Geheimdienstgefängnisse gefoltert worden. In Syrien werden diese Foltergefängnisse totgeschwiegen, aus Furcht. Allein über sie zur sprechen ist lebensgefährlich. Deshalb hat der Prozess von Koblenz für Syrerinnen und Syrer eine so große Bedeutung.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Forum Lichter aus im Lichtspielhaus - Überlebt das Kino die Corona-Krise?

Es diskutieren:
Nils Dünker, Filmproduzent, Lailaps Pictures, München
Verena von Stackelberg, Kinobetreiberin, Berlin
Rüdiger Suchsland, SWR-Filmkritiker
Moderation: Norbert Lang  mehr...

SWR2 Forum SWR2

Gespräch Raus aus den klassischen Frauenrollen in Japan: „Female Futures“ beim Filmfestival Nippon Connection

Das japanische Bild von Frauen sei auch im Film immer stark von Klischees geprägt gewesen, beispielsweise von der treuen Frau oder der aufopferungsvollen Tochter. Dieses Klischee wolle das japanische Filmfestival Nippon Connection kritisch hinterfragen und neue Filme zeigen, die in eine ganz andere Richtung wiesen, so Programmdirektor Florian Höhr in SWR2. Auch Nippon Connection muss in diesem Jahr ins Netz ausweichen. Die Nachfrage nach den Filmen sei aber sensationell groß, freut sich Höhr.  mehr...

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