Outing in der Kirche

Ein Jahr #outinchurch – Hochschulpfarrer Burkhard Hose: „Wir warten nicht auf Mitleid!“

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Christian Batzlen

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„In der kirchlichen Lehre bleibt alles beim Alten“, sagt der Hochschulpfarrer und Autor Burkhard Hose ein Jahr nach der Kampagne #outinchurch, die von der ARD-Doku „Wie Gott uns schuf“ flankiert gewesen war.

Er hatte sich damals zusammen mit anderen als queer geoutet. Seitdem wurde das kirchliche Arbeitsrecht geändert: ein Erfolg. Und doch habe sich inzwischen Ernüchterung eingestellt.

Weiterhin ein angstbesetztes Thema

„Die Lehre besagt nach wie vor, dass queere Menschen gegen die Schöpfungsordnung lebten“, so Burkhard Hose bei SWR2. Queer oder homosexuell zu sein und zugleich für die Katholische Kirche zu arbeiten, sei weiterhin ein angstbesetztes Thema. Aber es habe sich etwas im Selbstverständnis der Betroffenen verändert.

Burkhard Hose in der ARD-Doku „Wie Gott uns schuf“

Gespräch Priester Wolfgang F. Rothe zum Queer-Sein in der katholischen Kirche: „Die Angst vor dem Outing ist sehr berechtigt".

„Die Angst vor dem Outing in der katholischen Kirche ist sehr berechtigt", sagt der Münchner Priester Wolfgang F. Rothe bei SWR2. „Nach wie vor bestehen in der Kirche sehr starke Maßgaben, die Menschen diskriminieren, die ihnen das Gefühl geben nicht richtig zu sein, nicht so zu sein, wie sie sein sollten, nicht so zu sein, wie sie Gott haben will“, diagnostiziert der Herausgeber des neu erschienenen Bands „Gewollt. Geliebt. Gesegnet. Queer-Sein in der katholischen Kirche“.

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