Feature

Ziemlich sensibel – Ich fühle was, was du nicht fühlst

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AUTOR/IN
Burkhard Reinartz

Wer sich verletzt fühlt, hat immer recht? Ist Sensibilität eine neue Stärke oder nur ein modischer Kampfbegriff? Die Grenze zwischen feinfühlig und überempfindlich ist schmal.

Den Menschen zähmen? 

Progressive Bewegungen wie #MeToo, Black Lives Matter oder für eine gendergerechte Sprache zeigen, die Gesellschaft sensibilisiert sich zunehmend für Verletzungen.

Sensibilisierung als Prozess der Zivilisation 

Werden Menschen oder ganze gesellschaftliche Gruppen zu überempfindlichen "Schneeflocken", die schon bei kleinsten Berührungen wegschmelzen, oder ist es andersrum: Braucht es nicht mehr denn je einen Sensibilisierungsschub, der es Minderheiten und einzelnen Menschen möglich macht, ihr Anderssein frei zu leben?

Um sensibel zu werden, musste der der Mensch lernen, sich zu zähmen, Fremdzwänge durch Moral und Scham in Selbstzwänge verwandeln.

Der Autor Burkhard Reinartz lotet die schmale Grenze zwischen feinfühlig und überempfindlich aus.

(Produktion: Dlf 2022)

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