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"Wir haben uns vor diesem Sommer nicht gekannt" – Aufstand in Belarus

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Noch bei einer Recherchereise Mitte März 2020 erlebte die Autorin in Belarus die Ohnmacht der Menschen gegenüber dem Staatsapparat. Umso überraschender war die Entwicklung im Zusammenhang mit der Präsidenten-Wahl im August.

Aus Ohnmacht wurde Entschlossenheit. Wie war das möglich? Was waren die Ursachen? Wie konnte unbemerkt ein so selbstbewusstes Volk heranwachsen? "Wir haben uns vor diesem Sommer nicht gekannt"– war immer wieder auf Plakaten in Minsk zu lesen.

(Produktion: Dlf 2020)

Gespräch Stephan Wackwitz über Belarus Diskussion an der Akademie der Künste

"Es ist unausweichlich, dass die Veränderung in Belarus kommt", sagt der Schriftsteller Stephan Wackwitz im SWR2-Gespräch. Der Staatsapparat stecke noch in den 80er-Jahren, während es inzwischen eine zahlungskräftige IT-Kultur gäbe, die angewiesen sei auf eine Freiheit des Denkens und Handelns. "Dieser zivilgesellschaftliche Prozess ist nicht mehr rückgängig zu machen, so Wackwitz.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Belarus

Leben Hoffnung auf Demokratie in Belarus - Tagebuch eines Aufstands

Nach der Präsidentschaftswahl in Belarus am 9.08.2020 demonstrierten Hunderttausende monatelang gegen Wahlfälschungen und forderten die Ablösung des Autokraten Lukaschenko. (SWR 2020)  mehr...

SWR2 Leben SWR2

ECLAT Festival Maria Kalesnikava: Menschenrechtspreis für die Musikerin und Aktivistin

Maria Kalesnikava ist Musikerin. Und eine Ikone der Widerstandbewegung in Belarus: Einer Abschiebung aus ihrem Heimatland widersetzte sie sich, zerriss ihren Pass und sitzt nun in Haft. Am Sonntag wird der Flötistin und politischen Quereinsteigerin in Stuttgart – in Abwesenheit – der Menschenrechtspreis der „Gerhart und Renate Baum-Stiftung“ verliehen. Martina Seeber berichtet, wie es dazu kam  mehr...

SWR2 Treffpunkt Klassik SWR2

Gespräch FDP-Politiker Gerhart Baum: Maria Kalesnikava ist eine große Freiheitskämpferin

„Als Verbeugung vor dem Mut und der Kompromisslosigkeit einer Kämpferin“ wird Maria Kalesnikava am 7. Februar beim Stuttgarter Festival für Neue Musik ECLAT mit dem Menschenrechtspreis der Gerhart und Renate Baum -Stiftung ausgezeichnet. Kalesnikava habe in Belarus eine ähnliche Bedeutung wie Alexej Nawalny in Russland, so der FDP-Politiker und Preisstifter Gerhart Baum in SWR2.
Beide, Kalesnikava wie Nawalny, versuchten in ihrem Heimatland direkt auf Veränderungen hinzuwirken. Beide seien in Haft und damit Opfer staatlicher Willkür, insbesondere von Wladimir Putin, denn ohne die Unterstützung des russischen Staatspräsidenten, so Baum, hätte sich auch der belarussische Machthaber Lukaschenko nicht im Amt halten können.
Kalesnikava werde in der Haft drangsaliert und gedemütigt, berichtet Baum. Dies wisse man von ihrer Schwester, die den Menschenrechtspreis für die Aktivistin in Stuttgart entgegennehmen wird. So sei Kalesnikava gedroht worden, sie werde das Gefängnis nie wieder verlassen. Sie sei dabei immer eine Freiheitskämpferin gewesen, so Gerhart Baum, und habe versucht, gerade mit kulturellen Projekten mehr Freiheit durchzusetzen.
Kalesnikava hat in Stuttgart ihr Studium als Flötistin abgeschlossen und später dort auch u.a. für das Musikfestival ECLAT gearbeitet. Seit September 2020 befindet sie sich in Untersuchungshaft in Belarus.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Widerstand Der Protest der Frauen in Belarus – Niedergeschlagen, aber nicht aufgegeben

Längst gibt es in Belarus keine Massenproteste mehr. Was ist aus den Frauen der Oppositionsbewegung geworden? Und: War das überhaupt eine feministische Revolution?  mehr...

SWR2 Wissen SWR2

Geschichte Der polnisch-sowjetische Krieg 1919 bis 1921 – Weichenstellung für Osteuropa?

Am 18. März 1921 endete der polnisch-sowjetische Krieg. Er hatte Nachwirkungen für die Beziehungen zwischen Russland, Polen, der Ukraine und Belarus; Die Spannungen zeigen sich bis heute.  mehr...

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