SWR2 Feature Humanitäre Intervention?

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Nato-Bomben im Kosovo-Krieg

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Um den Krieg im Kosovo zu stoppen bombardierte 1999 die NATO 78 Tage lang die von Slobodan Milošević beherrschte Bundesrepublik Jugoslawien. Die Operation Allied Force (Vereinte Kraft) war die erste "humanitäre Intervention" des Nordatlantikpakts, für die es weder ein Mandat des UN-Weltsicherheitsrates gab noch einen anderen Kriegsgrund, der völkerrechtlich zu begründen gewesen wäre. Ein Angriff auf ein Mitglied der NATO z. B. hatte nicht stattgefunden.

20 Jahre später erinnern sich vier Menschenrechts- und Friedensaktivistinnen, wie sie auf diese Intervention reagierten: Nataša Kandić und Staša Zajović aus Belgrad, Mihane Salihu-Bala aus Priština und Ursula Renner aus Berlin.

Aktivistinnen im Kosovokrieg

Friedensaktivistin Ursula Renner (Foto: SWR, Privat - © Karin Renner)
Historikerin und Friedensaktivistin Ursula Renner, arbeitete in der Zeit von 1996 bis 2010 in Belgrad. Sie beteiligte sich an mehreren Friedensprojekten. Privat - © Karin Renner Bild in Detailansicht öffnen
Menschenrechts- und Friedensaktivistin Mihane Salihu Bala, gehörte in den Neunziger Jahren der Studentenbewegung an. Bei ihren Reisen in den Kosovo wurde sei Zeugin des Terrors gegen die albanische Bevölkerung. Pirvat - © Pal Bala Bild in Detailansicht öffnen
Friedensaktivistin Staša Zajović, gründete wenige Monate nach dem Ausbruch des Bosnienkrieges die "Frauen in Schwarz" in Belgrad. Mit der Aktion: "Ich bekenne mich" setzte sie sich für die Studenten, die gewaltfreie zivile Bewegung und die Menschenwürde im Kosovo ein. Privat - © Biljana Rakočević Bild in Detailansicht öffnen
Soziologin und Menschenrechtsaktivistin Nataša Kandić, gründete den "Fonds für Humanitäres Recht", eine nichtstaatliche Organisation, die Dokumente zu Kriegsverbrechen sammelt. Die Mitarbeiter konnten über 13.500 Opfer im Kosovo ermitteln. Privat - © Biljana Rakočević Bild in Detailansicht öffnen
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