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Tunesien gilt als Vorzeigebeispiel und Ursprung des Arabischen Frühlings, auf dem alle Hoffnung ruhte für einen friedlichen Übergang der Regimes der arabischen Welt in moderne, freiheitliche Demokratien. Gleichzeitig ist Tunesien das Land, aus dem die meisten ausländischen Dschihadist*innen in Syrien stammen. Von dort – und aus dem benachbarten Libyen – kehren immer mehr Gotteskrieger*innen in ihre Heimat am Mittelmeer zurück.

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Der revolutionäre Rapper Mohamed Zorgui lässt sich im Gefängnis von Daesh (IS), für den Dschihad anwerben. Als er seinen Schwager erstechen soll, wechselt Mohamed die Seiten. Er kämpft fortan einen gefährlichen Kampf gegen die Rekruteure des heiligen Krieges.

Es wird allerdings immer schwieriger, ihnen etwas entgegenzusetzen. Die enttäuschten Hoffnungen des Arabischen Frühlings drohen auch ihn zurückzuwerfen. Life or Daesh erzählt vier Geschichten aus dem Land der versteinerten Revolution und versucht herauszufinden, wie soziale Opfer zu gewaltbereiten Täter*innen werden.

(Produktion: SWR/Dlf 2021)

Adnen Helali vor Kulturzentrum (Foto: Pressestelle, Jakob Weingartner)
Adnen Helali: „Die Tapferkeit der Bergbewohner liegt in unserem Lachen des Widerstandes gegen die vergängliche Finsternis der Dschihadisten.“ Pressestelle Jakob Weingartner Bild in Detailansicht öffnen
Die tunesischen „Backseat Boys“: Der Autor bei der Aufnahme traditioneller Hirtenmusik. Pressestelle Jakob Weingartner Bild in Detailansicht öffnen
Aya, die Tochter von Olfa Hamrouni. Pressestelle Jakob Weingartner Bild in Detailansicht öffnen
Rapper Mohamed Zorgui steht vor dem Graffiti „Hier wohnt ein Feind des Propheten - Daesh“ Pressestelle Jakob Weingartner Bild in Detailansicht öffnen
Rapper Mohamed Zorgui alias Der Gladiator: „Rap ist meine Waffe, meine Worte Munition...“ Pressestelle Jakob Weingartner Bild in Detailansicht öffnen

Videotrailer zum Feature

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Die Terrormiliz IS gilt militärisch als besiegt. Auch Deutsche hatten sich ihr angeschlossen. Jetzt kehren viele zurück. Was wird aus Ihnen?  mehr...

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Gespräch Arabischer Frühling: Nach 10 Jahren „noch nicht vorbei“

Zehn Jahre nach Beginn des arabischen Frühlings ist die politische Großwetterlage im gesamten Nahen Osten eher düster. Aber „der arabische Frühling ist noch nicht vorbei“, sagt Daniel Gerlach, Chefredakteur der Zeitschrift Zenith, im Gespräch mit SWR2. „Wir sind jetzt noch nicht befähigt, die historische Wirkung zu beurteilen“, erklärt der Orientalist. Immerhin habe der Arabische Frühling trotz aller Rückschläge gezeigt, dass die Macht und die Herrschaft repressiver Systeme endlich seien.  mehr...

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SWR2 Musikstunde Yalla Bina – Eine Klangreise durch Ägypten

Die ägyptische Revolution 2011 ist Widerstand und Musik. Neue Songs entstehen, alte Klassiker erwachen. Vielfalt, die inspiriert, im 19. Jahrhundert vor allem die Komponisten Europas. Yalla Bina - Auf geht's!  mehr...

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Das Ende der Nacht Ein Zeitzeuge der tunesischen Geschichte

Der jüdische Tunesier Gilbert Naccache ist als einer der führenden Köpfe der linken Studentenbewegung von 1968 bis heute eine moralische Instanz in seinem Heimatland. Von Sarah Mersch  mehr...

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