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Bei einem Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 sterben dreizehn Menschen. Das ist bis heute der schwerste Terrorakt in der bundesdeutschen Geschichte. Aber nicht der einzige in diesem Jahr.

Ebenfalls 1980 schlägt eine Neonazi-Gruppe allein sieben Mal zu und tötet u. a. in Hamburg die Asylbewerber Nguyễn Ngọc Châu und Đỗ Anh Lân. In Erlangen werden der Rabbiner Shlomo Levin und seine Lebensgefährtin Frieda Poeschke ermordet. Ein Rechtsextremist erschießt zwei Schweizer Grenzbeamte.

Warum kann sich kaum jemand an diesen Terror, die Opfer, die Täter erinnern? Sie scheinen in der bundesdeutschen Geschichte weitgehend ausgeblendet.

Wer sich aber an die lange Kontinuität des rechten Terrors nicht erinnert, hält ihn auch leicht in der Gegenwart für unmöglich. Das könnte eine folgenreiche Fehleinschätzung sein.

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