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Ein Tod gegen die Lüge – Atomkraftgegner Hartmut Gründler

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Christine Werner

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Am 16.11.1977, während die SPD in Hamburg über Atompolitik diskutiert, übergießt sich in der Mönckebergstraße ein Mann mit Benzin und zündet sich an.

Fünf Tage später stirbt Hartmut Gründler mit 47 Jahren an den Verbrennungen. Lange schon hatte er gegen die Atompolitik der Regierung demonstriert und Flugblätter verfasst, das letzte ist mit "Appell gegen die atomare Lüge" überschrieben.

Man lasse sich von einem "wohlmeinenden Idealisten" nicht eine Politik kaputtmachen, die viele Arbeitsplätze schaffe, sagte Helmut Schmidt damals. Im Jahr 2022 sollten die letzten deutschen Atomkraftwerke vom Netz gehen.

(SWR 2012)

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Atompolitik Von Hiroshima nach Tihange – Der belgisch-amerikanische Uranvertrag von 1942

1942 kauften die USA 4.200 Kilogramm Uran von Belgien und bauten daraus die erste Atombombe der Welt. Mit dem Erlös entwickelte Belgien später seine Atomindustrie. Von Ralph Sina (SWR 2017)

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Zeitwort 24.9.1977: In Kalkar wird gegen den Schnellen Brüter demonstriert

Es war bis dahin die größte Anti-Atomkraft-Demonstration. Das Kraftwerk wurde fertiggestellt, ging aber nie in Betrieb wegen Unrentabilität. Heute ist Kalkar ein Freizeitpark.

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Kernenergie Atomkraft trotz Fukushima – Japan 10 Jahre nach der Reaktorkatastrophe

Die Region Fukushima ist heute Vorreiter bei erneuerbaren Energien und Robotik. Doch nur wenige Menschen sind in ihre Heimat zurückgekehrt, und Japan setzt weiter auf Kernenergie. Von Kathrin Erdmann.

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29.10.1964 Frühe Zweifel an der Sicherheit der Kernenergie – Bodo Manstein im Interview

29.10.1964 | Als die ersten Atomkraftwerke ans Netz gingen, herrschte auch in Deutschland eine Kernkraft-Euphorie; eine Anti-Atomkraft-Bewegung gab es noch nicht. Der Mediziner und Wissenschaftspublizist Bodo Manstein gehört zu denen, die schon früh vor den Risiken warnten. 1975 gehörte er zu den Mitgründern des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND. Eigentlich war Bodo Manstein Frauenarzt, hatte lange vor der Pille Bücher über Empfängnisverhütung geschrieben. Er war auch Pazifist und versuchte in den 1950er-Jahren, Proteste gegen die Atombombenversuche im Pazifik zu organisieren. In der Folge konzentrierte er sich immer mehr auf die Atomenergie und ihre Risiken. Am 29. Oktober 1964 gab er dem Südwestfunk dieses Interview. | Kernenergie

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