SWR2 Feature Die Bomben von Büchel

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US-Atomsprengköpfe in einem Eifeldorf

(Produktion: Dlf/SWR 2018)

Kundgebung von Friedensaktivisten vor dem Haupttor des Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel (Foto: SWR, dpa - picture alliance / Thomas Frey/d)
Kundgebung von Friedensaktivisten vor dem Haupttor des Bundeswehr-Fliegerhorst in Büchel dpa - picture alliance / Thomas Frey/d

Das kleine Dorf Büchel zählt etwas mehr als 1000 Einwohner. Es ist kein gewöhnliches Eifeldorf: 20 Atomsprengköpfe der US-Army mit der Sprengkraft von 80 Hiroshima-Bomben lagern dort im Fliegerhorst der Bundeswehr. Einige Anwohner arbeiten im Militärstützpunkt, andere wehren sich seit Jahrzehnten gegen die Massenvernichtungswaffen.

"Die Atombomben sind grundgesetzwidrig", sagt etwa die ehemalige Apothekerin Elke Koller, die schon mehrere Prozesse gegen die Bundesregierung geführt hat.

Parteien jeglicher Couleur kündigen zwar immer wieder an, sich gegenüber den amerikanischen Verbündeten für den Abzug der Atomwaffen einzusetzen. Bisher ist nichts passiert. Im Gegenteil: Die US-Regierung plant die veralteten Atombomben durch neue Sprengköpfe zu ersetzen und die Bundeswehr hat dafür schon die Infrastruktur des Fliegerhorsts modernisiert.

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