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Abseits und doch mitten in Deutschland, an einem grünen Fluss, umgeben von bewaldeten Hügeln, liegt das Paradies. So heißt es. Ein Ort ohne Verbrechen, wo die Menschen Zeit haben zum Nachdenken und Musizieren, wo sie nach den Gesetzen der Nachhaltigkeit leben und die gute Tat pflegen. Die Rettung der Welt proben. Und dabei Ruhe bewahren und Wein trinken.

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Denn nur ein friedlicher Mensch hilft dem Klima, sagen sie hier. Also wird niemand angeschrien oder gehetzt. Und nachts leuchtet ein rosafarbenes Neon-Herz am Himmel.

Existiert dieser Ort wirklich? Und wenn ja, was macht er mit jemandem, der aus dem Fegefeuer der Großstadt kommt?

Also das ist total heiß, dass selbst die Verwaltung ein bisschen widerständig ist: Anlässlich des Christopher-Street-Days gibt nicht mehr die normalen Ampelmännchen, sondern Frau und Frau, Mann und Frau, Mann und Mann – Ampelmännchen für die unterschiedlichen Formen der Liebe. Ob das nach den DIN Normen der Bundesrepublik möglich ist? Es wird so lange gemacht bis wir erwischt werden.

Ruth Fischer, Leiterin des Kulturamtes Marburg
grüne Fußgängerampel in Marburg mit einem Liebespaar von zwei Frauen als Symbol (Foto: Imago, Revierfoto)
Imago Revierfoto
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