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Multimediales Dokumentarfestival „dokKa“ in Karlsruhe Krisen der Leistungsgesellschaft

Populismus, arbeitslose Fußballprofis, den Krieg in Syrien, Millionenbetrüger oder Motivationstrainer – um all das ging es in Karlsruhe beim fünften dokKa Festival. Die thematische Bandbreite der Dokumentationen war riesig – und oft spannender als jeder Spielfilm. Das Besondere an diesem Festival: Nicht nur Filmdokus, sondern auch Hörfunkdokumentationen und Installationen gehörten zum Programm.

Das dokKa-Festival fand bereits zum fünften Mal, vom 30. Mai bis 3. Juni 2018, in der Kinemathek Karlsruhe statt.

Die unabhängige Jury hat die Preise vergeben:

  • dokKa-Preis für die ausgezeichnete Hördokumentation:
    "Zeit ist Frist. Mein Herz. Ich." von Michael Lissek
  • Lobende Erwähnung:
    "Neun Stockwerke neues Deutschland" von Reinhard Schneider
  • dokKa-Preis der Stadt Karlsruhe:
    "Die anderen Plätze" von Marco Kugel und Simon Quack
  • dokKa-Förderpreis Dokumentarfilm:
    "Familienleben" von Irina Heckmann

Gespräch Nils Menrad, Leiter des dokKa-Festivals

4:32 min | Di, 29.5.2018 | 12:33 Uhr | SWR2 Journal am Mittag | SWR2

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5. dokKa-Festival in Karlsruhe

Krisen der Leistungsgesellschaft im Blick

Wagner, Tatjana

Das fünfte dokKa-Festival in Karlsruhe kehrt die kleinen und großen Krisen der Leistungsgesellschaft unter der Oberfläche hervor, so Leiter Nils Menrad. Zum Programm des Festivals bis zum 3. Juni gehören Dokumentationen über arbeitslose Fußballer, Motivationsprofis und eine Installation über eine Arbeitsmaßnahme.

Krisen der Leistungsgesellschaft

Das fünfte dokKa-Festival in Karlsruhe kehre die kleinen und großen Krisen der Leistungsgesellschaft unter der Oberfläche hervor, so Leiter Nils Menrad im SWR2-Gespräch.

Auf eine Krise bereitet sich beispielsweise Estland vor. In Tallinn hat man einen Cyberkrieg simuliert. Daraus ist die Hörfunkdokumention „Mein erster Cyberkrieg“ entstanden. Der Autor Tom Schimmeck nahm daran Teil und musste sich für eine Partei entscheiden.

Eine andere Hördokumentation spiegelt die innenpolitische Krise im Kleinen. „Neun Stockwerke neues Deutschland“ – der Autor Reinhard Schneider besucht nach sieben Jahren ein Hochhaus in Gladbeck wieder. Zu den vielen Hartz IV Empfängern, die dort leben, sind mittlerweile Migranten aus zehn Nationen dazugekommen. Was zeigt das exemplarisch?

Rückschau auf das dokKa-Festival:

Publikumsgespräche und Preise

Auch in diesem Jahr waren viele Filmemacher, Künstler, Autoren zu Gesprächen im dokKa Zelt vor dem Kino eingeladen. Den Abschluss bildete am Sonntag den 3. Juni die Preisverleihung mit Wiederholung des prämierten Dokumentarfilms.

Die beste Hördokumentation des Festivals sendet SWR2 Feature am 6. Juni, 22.03 Uhr, die Preisträger des KurzDokuwettbewerbs SWR2 Leben am 29. Juni, 10.05 Uhr, sowie Mehrspur.Radio reflektiert am 26. Juni, 19.30 Uhr.

Eine Übersicht über das gesamte Programm finden Sie auf der Seite des dokKa-Festivals.

Im Programm

Felix Mendelssohn Bartholdy:
Klavierkonzert Nr. 2 d-Moll op. 40
András Schiff (Klavier)
Symphonieorchester des BR
Leitung: Charles Dutoit
Giovanni Pierluigi da Palestrina:
2 Motetten
Chor des BR
Leitung: Peter Dijkstra
Edward Elgar:
Sinfonie Nr. 1 As-Dur op. 55
Bamberger Symphoniker
Leitung: Ryan Wigglesworth
Gioacchino Rossini:
Szene und Arie der Anai aus dem 4. Akt der Oper "Moise et Pharaon"
Arie der Armida aus dem 2. Akt der Oper
Marina Rebeka (Sopran)
Julia Heiler (Mezzosopran)
Levy Sekgapane (Tenor)
Gianluca Margheri (Bariton)
Chor des BR
Münchner Rundfunkorchester
Leitung: Marco Armiliato
Wolfgang Amadeus Mozart:
Sonate D-Dur KV 381
Duo del Valle

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