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Zerwürfnis am Stuttgarter Ballett: Musikdirektor Mikhail Agrest sieht keine Pflichtverletzung

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Der russische Dirigent Mikhail Agrest hat dem Eindruck widersprochen, dass sein Arbeitsverhältnis zum Stuttgarter Ballett bereits getrennt sei. Von den Aussagen des Ballettintendanten Tamas Detrich sei er „überrascht“, erklärte der Musikdirektor gegenüber SWR2. Detrich hatte sich nach einem Termin am Bühnenschiedsgericht in Frankfurt zu dem Sachverhalt geäußert und die Absicht bekanntgemacht, sich von Agrest zu trennen.

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Zerwürfnis zwischen Musikdirektor und Ballettdirektion

„Zu diesem Termin waren weder der geschäftsführende Intendant Herr Hendriks noch der Ballettintendant Herr Detrich anwesend“, kommentiert Agrest die Veröffentlichung des Stuttgarter Balletts gegenüber dem SWR. Das Gericht hat inzwischen bekanntgegeben, dass es den Parteien einen Vorschlag für eine gütliche Einigung unterbreiten werde.

Von einer Trennung zu sprechen, hält Agrest daher für verfrüht. Man werfe ihm pflichtwidriges Verhalten vor wegen einer künstlerischen Auseinandersetzung mit Ballettdirektor Reid Anderson. Ein Vorkommnis, das aus der Sicht von Agrest als pflichtwidriges Verhalten „nicht gesehen werden“ könne.

Bühnenschiedsgericht soll Einigungsvorschlag machen

Seitdem dürfe er für das Ballett nicht mehr tätig sein. „Insoweit kann ich mir auch nicht erklären, dass es aktuell zu Ereignissen gekommen sein soll, die eine Entscheidung für eine Trennung begründen könnte.“

Mikhail Agrest war seit September 2020 Musikdirektor des Balletts. Unter Berufung auf ein Zerwürfnis zwischen Agrest und der Ballettdirektion hatte Intendant Tamas Detrich erklärt, er sehe sich gezwungen, sich vor seine Tänzerinnen und Tänzer zu stellen, weil Agrest nicht deren Interessen im Auge habe.

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