Osterfestspiele Baden-Baden Oper von Victoria Bond über das Leben von Clara Schumann

Von Dorothee Riemer

Eine Oper über das musikalische Wunderkind Clara Schumann: die US-amerikanische Komponistin Victoria Bond widmet der Pianistin, Komponistin und Ehefrau von Robert Schumann die biographische Oper „Clara“ pünktlich zum 200. Geburtstag. Über den Entstehungsprozess und die Welturaufführung unter Regie von Carmen C. Kruse bei den Osterfestspielen in Baden-Baden berichtet Victoria Bond in SWR2. Clara Schumann hatte zehn Jahre ihres Lebens in der Kurstadt verbracht.

Oper Weltpremiere von „Victoria Bond: Clara“ - über das Leben Clara Schumanns

Im Bild: Theresa Immerz (Clara Schumann) (Foto: Theater Baden-Baden - Jochen Klenk)
Victoria Bonds Oper „Clara“ erzählt das Leben der Komponistin und Ausnahmepianistin Clara Schumann im 19. Jahrhundert. Bei der Uraufführung in Baden-Baden am 14. April führt Carmen C. Kruse Regie. „Es geht um die Frage: Wofür lebe ich und wie gebe ich mein Leben für die Kunst?“ Im Bild: Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
Im Mittelpunt der Handlung steht Clara Schumanns erste Lebenshälfte und die zahlreichen Herausforderungen ihrer Karriere: das Aufwachsen als Wunderkind unter der Anleitung, aber auch Kontrolle des strengen Vaters Friedrich Wieck, … Im Bild: Arthur Canguçu, Pascal Zurek (Wieck), Elisabetta Picello Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
… die schwierige Ablösung vom Vater, um Robert Schumann heiraten zu können; der Kampf um das Aufrechterhalten ihres Künstlerdaseins parallel zu ihrer Rolle als Hausfrau und Mutter von sieben Kindern. Im Bild: Johannes Fritsche (Robert Schumann), Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
Das Stück spielt in einer Natur- und Seelenlandschaft. Es gibt eine Wald-, eine Dünen-, eine Felslandschaft. Die Landschaft bietet den historischen Figuren dieselben Grundvoraussetzungen für ihre ganz unterschiedliche persönliche und künstlerische Entwicklung. Im Bild: Yingyan Guo (Marianne), Elisabetta Picello (Clementine), Arthur Canguçu (Mendelssohn), Patrik Hornak (Brahms), Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
Wichtiges Element der Inszenierung ist eine Spiegelwand. Die umgibt die innere Naturlandschaft und trennt die verschiedenen Reflexionsebenen innerhalb der Oper voneinander ab. Im Bild: Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
20 Jahre lang hat die US-amerikanische Komponistin Victoria Bond an „Clara“ gearbeitet. Inspiriert hat sie ein Aufenthalt als Stipendiatin im Brahmshaus Baden-Baden. Dorf fiel ihr eine Clara Schumann-Biographe in die Hände. „Die Geschichte war mir so vertraut, dass ich das Gefühl hatte, ich kenne diese Frau“, sagt Bond. Im Bild: Johannes Fritsche (Robert Schumann), Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
Speziell für die Osterfestspiele ließ Bond das Libretto ins Deutsche übersetzen und komponierte eine ganz neue Version für Kammerorchester. Hierin zitiert Bond immer wieder Klavier-Kompositionen von Clara und Robert Schumann und Johannes Brahms. „Ich webe meine Musik in ihre Musik hinein. Es ist sozusagen eine musikalische Unterhaltung zwischen uns vier.“ Im Bild: Patrik Hornak (Brahms), Johannes Fritsche (Robert Schumann), Theresa Immerz (Clara Schumann) Theater Baden-Baden - Jochen Klenk Bild in Detailansicht öffnen
Dauer

Die Kammeroper „Clara“ von Victoria Bond in der Inszenierung von Carmen C. Kruse läuft am 14.4., 17.4. und 21.4. im Theater Baden-Baden.

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