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Die AfD beziehe eine „klare Position der Kunstfeindlichkeit“, so Ulrich Khuon, Präsident des Deutschen Bühnenvereins und Intendant des Deutschen Theaters in Berlin, in SWR2. Es handle sich um eine „verachtende Position gegenüber der Aufgabe der Kunst, es sei denn, man richtet diese Kunst nationalistisch oder völkisch aus“. Während die Einrichtungen in Berlin relativ unangefochten agieren könnten, baue die Partei in Thüringen und Sachsen, aber auch in Baden-Württemberg, relativ viel Druck gegen Kultureinrichtungen auf.

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Eines der politischen Mittel dazu bestehe darin, die öffentlichen Einrichtungen mit Anfragen zu überziehen, mit dem Ziel, dass „eine Schere im Kopf“ entstehe, man selber vorsichtiger werde, um nicht anzuecken. In Russland oder Ungarn habe sich bereits gezeigt, dass eine solche Methode erfolgreich sein könne, wobei sich die Intendanten in Deutschland nach seiner Einschätzung nicht einschüchtern ließen, so Khuon. Zugleich stelle die AfD Anträge auf Mittelkürzungen, wenn Kunsteinrichtungen kein Entgegenkommen zeigten. „Die AfD versucht auch direkt in die Kunst einzugreifen, einzelne Inszenierungen zu verhindern oder zu verändern.“

Beim Intendantentreffen des Deutschen Bühnenvereins haben 60 Theater- und Orchesterintendanten aus ganz Deutschland beraten, wie sich die Bühnenbetriebe „im Kontext politischer Umbrüche“ künftig positionieren wollen.

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