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INTERVIEW

„Keinerlei Anlass aufzugeben“, mahnt Ulrich Khuon die deutschen Bühnen in der Corona-Krise. Der Intendant des Deutschen Theaters in Berlin und scheidende Präsident des Deutschen Bühnenvereins diagnostiziert im Gespräch mit SWR2 eine „innere Zerrissenheit“ bei den Mitarbeitern der Theater und Opernhäuser.

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Doch es gelte zu bedenken: Vielen anderen Berufstätigen gehe es schlechter, auch den Künstlern der freien Szene. Es gehe jetzt darum, den öffentlichen Auftrag der Bühnen zu betonen, eine Teilhabe aller am kulturellen Leben im Land zu gewährleisten. „Sobald sich eine Besserung der Situation ergibt, sollten die kulturellen Einrichtungen wieder öffnen“, fordert Khuon. Die Zeit der Schließung ist für Khuon zugleich eine Möglichkeit neues zu erproben: „Es gibt viele Ansätze.“ Für seine Nachfolge an der Spitze des Bühnenvereins wünscht er sich, dass die Führung der Häuser und die politischen Träger in einem verlässlichen Schutzkontakt bleiben. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, meint Khuon.

Ulrich Khuon leitet seit 10 Jahren das Deutsche Theater in Berlin; seit 2017 war er Vorsitzender des Deutschen Bühnenvereins.

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