Gespräch

Theater Trier zur tragischen Figur von Alan Turing mit ,,Die Turing-Maschine“ von Benoit Soles

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„Turing ist eine Figur, die von vielen Seiten unter Druck geraten ist”, sagt Regisseur Paul Hess im SWR2-Interview mit Kultur Aktuell, „wir wollen vor allem ein sehr menschlichen Alan Turing in unserem Stück zeigen”.

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Urvater der künstlichen Intelligenz

Man wolle ihn nicht als Sonderling darstellen, wie er oft beschrieben wird, mit Asperger-Syndrom und als Autist. Wichtig sei zu zeigen, wie die Gesellschaft auf ihn wirke und nicht er auf die Gesellschaft.

Turing gilt als Urvater der künstlichen Intelligenz. Der Mathematiker entwickelte während des Zweiten Weltkriegs einen Apparat, mit dem sich die deutschen Funksprüche entschlüsseln ließen, später erfand er eines der ersten Schachprogramme (noch bevor es Computer gab), und auch sein „Turing-Test“ wird heute noch zur Prüfung künstlicher Intelligenz eingesetzt.

Das Theaterstück thematisiert Turings tragisches Schicksal

Doch die gesellschaftliche Anerkennung blieb ihm zumindest zu Lebzeiten verwehrt: Als homosexueller Mann wurde er 1952 in Großbritannien zur chemischen Zwangskastration verurteilt, zwei Jahre später nahm Alan Turing sich das Leben. Um sein tragisches Schicksal geht es in dem Theaterstück „Die Turing-Maschine“ von Benoit Solès, das das Theater Trier auf die Bühne bringt.

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