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Der Intendant des Berliner Ensembles, Oliver Reese, hat die Übernahme der Budapester Theater- und Film-Universität durch eine Stiftung, die der rechtskonservativen Orban-Regierung nahesteht, erneut kritisiert. Anläßlich einer Solidaritätsveranstaltung, die am 19. Januar 2021 um 19 Uhr vom Berliner Ensemble aus gestreamt wird, sagte Reese in der Sendung SWR2 Kultur aktuell, der Kahlschlag vom September vergangenen Jahres dauere an.

2021 habe für Studierende und Lehrende dieser Universität so schlecht begonnen, wie 2020 aufgehört hatte, meint Reese. Durch die Umstrukturierung der Hochschule sei die Kunstfreiheit verloren gegangen – Kunsthochschulen seien Orte der Freiheit des Experiments, Orte der nächsten Generation. „Wenn man die gehirnwäscht und diejenigen, die auf die Freiheit pochen, aussortiert, dann erstickt man die Freiheit der Kunst im Keim“, so Reese. „Deswegen ist die Maßnahme so schrecklich und so wirkungsvoll und deswegen muss man dagegen protestieren.“

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