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Ist etwas faul im vereinten Deutschland? Regisseur Christian Weise hat Shakespeares Tragödie vom dänischen Prinzen in die deutsche Gegenwart nach 1990 verlegt. Allzu politisch wird seine Inszenierung auf der Nebenbühne des Berliner Maxim-Gorki-Theaters allerdings nicht.

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Weise macht „Hamlet“ zum Film, in dem einzelne Szenen aus Shakespeares Stück gespielt werden, überaus üppig und voller Ideen. Mit viel Wolle und Pappmaché wird daraus ein Abend, an dem Schauspieler ihre Arbeit und ihre Rollen reflektieren. Eine ungeheuer geschickt gemachte Illusion aus Film und Theater, die man nach dem Motto betrachten sollte: „Einfach Augen und Ohren auf - und durch“.

Kommentar Berliner Theatertreffen erstmals mit 50 Prozent-Frauenquote

Das Berliner Theatertreffen hat sich erstmals für zwei Jahre eine Frauenquote von 50 Prozent auferlegt. Nun hat die Jury ihre Auswahl für das Theatertreffen 2020 getroffen. Eva Marburg kommentiert.  mehr...

SWR2 Kultur aktuell SWR2

Bühne Hochgradig intensiver Abend über Männlichkeit: „In my room” von Falk Richter in Berlin

Der Autor und Regisseur Falk Richter hat am Berliner Gorki Theater sein jüngstes Rechercheprojekt zur Aufführung gebracht. Ist die Krise der Gegenwart eine Krise der Männlichkeit? Was für ein Männerbild existiert, und welches ist gefragt, in Zeiten von #MeToo und dem Aufstieg der neuen Rechten? Im Projekt „In my room” reflektiert Richter diese Fragen vor dem Hintergrund eigener Vater-Sohn-Beziehungen. Auch wenn Szenisches dabei oft vordergründig, ausschweifend und etwas geschwätzig wirkt, gelingt Richter ein hochgradig intensiver, nahegehender Abend über sechs plus sechs Männer.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

Bühne August Diehl als Großkotz: „Drei Mal Leben” von Yasmina Reza am Berliner Ensemble

August Diehl hat seit seinem Abschluss an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch” nicht mehr in der Hauptstadt Theater gespielt - außer bei Gastspielen aus Hamburg oder Wien. Bekannt wurde er mit Rollen in internationalen Filmproduktionen wie Bille Augusts „Nachtzug nach Lissabon”, Quentin Tarantinos „Inglourious Basterds” oder Terrence Malick „Ein verborgenes Leben”, der Ende des Monats im Kino anläuft. Erstmals steht er jetzt am Berliner Ensemble auf der Bühne, in Yasmina Rezas Komödie „Drei Mal Leben” auf die Bühne und spielt in der Komödie über die Konkurrenz zweier Pärchen den Großkotz Hubert. einen soliden Theaterabend beschert. Schauspielertheater. Ein solider Theaterabend von Andrea Breht, über den in 20 Jahren aber niemand mehr sprechen wird.  mehr...

SWR2 Journal am Mittag SWR2

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