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Schon vor der Corona-Pandemie war die wirtschaftliche Lage vieler Künstler*innen prekär. Wie eine Umfrage des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler zeigt, haben die Auswirkungen der Corona-Krise die Lebensbedingungen Bildender Künstler*innen weiter verschlechtert. „Der Verkauf von künstlerischen Produkten bricht weg“ sagt der Soziologe Eckhard Priller im Gespräch mit SWR2.

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Viele würden neben der Kunst noch anderen Arbeiten nachgehen müssen und sprächen sich daher für ein befristetes, bedingungsloses Grundeinkommen aus. „Viele Künstler*innen fallen aus bestimmten Fördermaßnahmen in der Corona-Situation heraus, weil sie keinen großen wirtschaftlichen Betrieb haben, sondern als Solo-Selbstständige arbeiten“, so Priller.

Das Symposion „Von der Kunst zu leben“ vom Bundesverband Bildener Künstlerinnen und Künstler kann am 13. November 2020 von 14-18:30 Uhr im Livestream verfolgt werden.

Der Fragebogen wurde nach Angaben des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler von 2612 Künstler*innen beantwortet und umfasste 76 ausführliche Fragen, u. a. zum Einkommen, zur sozialen Sicherung, zur Altersversorgung, zur Rolle der Künstler*innen in der Gesellschaft und ihrer Selbsteinschätzung.

Der Online-Fragenbogen konnte kurz vor Freischaltung Ende März 2020 um Fragen zu Corona-bedingten Auswirkungen für Bildende Künstler*innen ergänzt werden. Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler

Dr. Eckhard Priller arbeitet bei der Maecenata-Stiftung und hat eine Expertise zu dieser Umfrage erstellt.

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