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Salzburger Festspiele: „Ingolstadt“ von Marieluise Fleißer

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AUTOR/IN
Sven Ricklefs

Die Salzburger Festspiele widmen sich der noch immer viel zu selten gespielten Autorin Marieluise Fleißer. Das Projekt mit dem schlichten Namen „Ingolstadt“ hatte am 1. August unter der Regie des Belgiers Regisseur Ivo van Hove Festspiel-Premiere.

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Marieluise Fleißer gilt noch immer als eine der großen unterschätzten Autorinnen des 20. Jahrhunderts. Fast ihr ganzes Leben verbrachte sie in ihrer Heimatstadt Ingolstadt und genau diese Stadt, und damit die enge katholische Provinz, machte sie immer wieder zum Schauplatz ihrer Texte.

Dabei haben ihre zwei bekanntesten Theaterstücke Ingolstadt schon im Titel verewigt: das Schauspiel „Fegefeuer in Ingolstadt“ und die Komödie „Pioniere in Ingolstadt“. Letzteres schrieb die Fleißer auf Anregung von Bertold Brecht, der 1929 auch so stark auf die Berliner Uraufführungsinszenierung Einfluss nahm, dass sie zum handfesten Skandal wurde – und Marieluise Fleißer in ihrer Heimatstadt zur unerwünschten Person.

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