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Punkband Pussy Riot spielt in Stuttgart und Tübingen: Ein atemberaubend mutiges Programm

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Auch Wladimir Putin kommt auf die Bühne: als Pappkamerad in Sträflingskleidung. Die weltweit bekannte Punkband Pussy Riot aus Moskau tourt mit einem Crossover aus Konzert, Kundgebung und Theater durch Deutschland, das in seiner Kraft zugleich verstörend und euphorisierend wirkt.

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Der russische Überfall auf die Ukraine und die Gleichschaltung der russischen Gesellschaft beschreiben die Musikerinnen in akustischen Klanggewittern, auf einer Bühne, die in blutrotes Licht getaucht ist. Der Name des Ortes Butscha, bekannt geworden durch russische Gräueltaten, hallt als Schmerzensschrei über die Bühne.

Atemberaubend mutig wirkt das Programm der Band um Sängerin Maria Aljochina, die 2012 mit ihrem „Punk-Gebet“ in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale bekannt wurde. Drei der beteiligten Frauen wurden damals zu jeweils zwei Jahren im Arbeitslager verurteilt.

Nach dem Auftaktabend an den Münchner Kammerspielen spielen Pussy Riot am 18.5. in Stuttgart, am 27.5. in Tübingen und am 28.5. in der Völklinger Hütte im Saarland. Die Einnahmen aus den Konzerten gehen an ein Kinderkrankenhaus in Kiew.

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