Gespräch

Stuttgarts Generalmusikdirektor Cornelius Meister fordert Ende der Coronamaßnahmen an der Oper

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Vor dem Start in die neue Opernsaison plädiert Cornelius Meister, Generalmusikdirektor der Stuttgarter Staatsoper, für mehr Mut im Umgang mit der Pandemie: ,,Corona wird nicht in einigen Monaten weg sein, deshalb sollten wir uns fragen, wie wir in Zukunft mit dem Virus leben wollen", so Meister im Gespräch mit SWR2. Die nach wie vor geltenden Abstandsregeln auf der Bühne und in den Orchestergräben verhindere eine gute musikalische Qualität.

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Staatsoper Stuttgart, Außenansicht (Foto: imago images, IMAGO / Arnulf Hettrich)
Staatsoper Stuttgart IMAGO / Arnulf Hettrich

Im September stehen an der Staatsoper Stuttgart unter anderem ,,Tosca" und ,,Die Zauberflöte" auf dem Programm. ,,Wenn wir nur mit Abständen musizieren können, können wir die Tosca oder eine Neuproduktion des Rings des Nibelungen nicht spielen", betont Meister. In Wien habe man nie mit Abstand musiziert, nur mit Tests oder Impfungen gearbeitet. In Deutschland seien die Regelungen strenger. Deshalb stelle sich die Frage, worauf noch gewartet werden soll. ,,Denn, wenn wir warten, bis Corona weg ist, werden wir in den nächsten Jahren keine Opern und großen Konzerte mehr aufführen können", ist Cornelius Meister überzeugt.

Bei den Proben zu Demo(kratie) | Staatsoper Stuttgart

Ein Bühnenfreifestspiel mit dem Staatsopernchor Stuttgart unter der Regie von Valentin Schwarz  mehr...

Bühne Staatsoper Stuttgart lädt zum musikalischen Spaziergang um den Fernsehturm

Unter dem Titel „Wenn die Bäume träumend lauschen“ lädt die Staatsoper Stuttgart in den Bopserwald unterhalb des Fernsehturms. Mit einer Reihe musikalischer Darbietungen für Flaneure wird der Forst belebt, in dem einst Friedrich Schiller seinen Freunden „Die Räuber“ vorlas. “In diesem Wald schwingen Klassik und Romantik immer mit“, so Dramaturgin Julia Schmitt.  mehr...

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Gespräch Trotz Corona: Staatsoper Stuttgart plant spannende neue Spielzeit

„Wir fahren auf Sicht“, sagt Viktor Schoner, Stuttgarter Opernintendant in SWR2 am Morgen. Wirkliche Planungssicherheit gäbe es momentan nicht. „Zum Glück können wir sehr spezifisch arbeiten. Die große Regel ist Abstand, Abstand, Abstand. Und so haben wir jetzt die letzten Wochen sehr gut künstlerisch arbeiten können. Selbst der Chor hat singen können, weil wir sehr große Räume haben. Und wir haben uns tatsächlich präpariert für Premieren, die wir dann im Herbst zeigen wollen“, so Schoner. Man habe das Gefühl, dass man durchaus auch mit den Abstandsregeln arbeiten könne. „Wir müssen in der Zeit, in der wir leben, unsere Aufgabe wahrnehmen. Und die ist, glaube ich schon, mit Musik Theater und Singen Geschichten erzählen. Und das machen wir so wie es gerade geht“.  mehr...

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Ausstellung Wilhelm II. vor der Oper Stuttgart – Wer war der letzte württembergische König?

Das Denkmal für den letzten württembergischen König Wilhelm II. steht für die kommenden drei Monate vor der Stuttgarter Oper. Zum 100. Todestag des Monarchen am 2. Oktober fragt das Museum StadtPalais in einer Sonderaustellung nach der Bedeutung des letzten württembergischen Königs.  mehr...

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