STAND
AUTOR/IN

Langsam, ganz langsam läuft die Kulturmaschinerie jetzt wieder an. Die Schauspielerin und Kabarettistin Dietlinde Ellsässer ist den städtischen Bühnen einige Längen voraus. Seit Ende Mai tuckert sie mit einem historischen Traktorgespann, einem Schlüter 6-Zylinder samt Theaterwagen, über die Alb.

Gemeinsam mit dem Harfenisten Hans Förster, genannt Jean Forestier, bringt sie das Theater zu den Menschen - wie einst die Wanderbühnen, die bis ins 18. Jahrhundert in ganz Deutschland unterwegs waren.

„Theater Unterwegs” mit Dietlinde Ellsässer und Hans Förster (Foto: SWR, SWR/Katja Schalla)
„Theater Unterwegs” mit Dietlinde Ellsässer und Hans Förster SWR/Katja Schalla

Klingt romantisch - ist aber auch hart verdientes Brot. Dietlinde Ellsässer weiß wie ein freies Künstlerleben aussieht: Als Urgestein des „Lindenhof-Theaters“ in Melchingen und seit vielen Jahren als freie Theatermacherin. Corona hat ihrer Existenz schwer zugesetzt, aber wer von „d´r Alb ra kommt“, ist zäh. Unter dem Motto: „Jetzt guck do na - Die Landpomeranze und der Harfenmann“ tuckert sie nun bis Anfang Juli über die Alb.

„Theater unterwegs”: Dietlinde Ellsässer und Hans Förster (Foto: SWR, (c) Katja Schalla)
„Theater unterwegs”: Dietlinde Ellsässer und Hans Förster (c) Katja Schalla

Im Gepäck: Ein kabarettistisch-musikalisches Programm – und das sieht jeden Abend etwas anders aus. Wo Dietlinde Ellsässer auftritt, herrscht Improvisation. Und das Ziel, mit den Menschen vor Ort in Bewegung zu kommen. Also, Stuhl unter den Arm nehmen, einen Kittel einpacken, fertig. Der Eintritt ist frei – jeder gibt, was er mag.

Bühne „It's going to get worse“ — Ersan Mondtag am Gorki-Theater

Das Berliner Gorki-Theater startet in die Postpandemiephase: „It's going to get worse — Es wird noch schlimmer“ heißt und prophezeit der erste, von Ersan Mondtag inszenierte Abend. Fazit: Während sich allerorten gefreut wird über den Neustart, singen im Gorki apokalyptische Sirenen.  mehr...

SWR2 am Morgen SWR2

STAND
AUTOR/IN