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„Wir wollen uns das Analoge zurückerobern“, sagt der Intendant des Hamburger Thalia-Theaters, Joachim Lux, zu Beginn „Lessingtage“ in Hamburg in SWR2.

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Das Theatertreffen kann Corona-bedingt nur digital stattfinden. Um dennoch einen Austausch zu ermöglichen, gebe es das Angebot, sich digital auf der „europäischen Couch“ zu treffen, um gemeinsam das Streaming der Aufführungen zu genießen.

„Es ist ja eine Utopie, aber es wäre schön, wenn Menschen aus verschiedenen Ländern miteinander ist Gespräch kommen“, so Lux in SWR2. Durch die Pandemie erreichten die Theater Menschen, die man traditionell nicht erreicht. „Ich habe gehört, in China haben sich 30 Menschen verabredet, um 3 Uhr morgens, um sich einen Theater-Stream aus Amsterdam anzugucken.“ Ihn interessiere ein Austausch bei dem Festival zur Frage, ob es bereits Visionen vom Theater in Europa in der Post-Pandemie-Ära gebe, und ob es spezielle Corona-Stoffe für die Bühne brauche - und ähnliches.

Lux sagt, er habe sich seinen Optimismus trotz der Schließung der Bühnen wegen des Lockdowns bewahrt. „Wir haben unser Publikum, wir haben weiter unsere Fantasie, wir müssen nicht so ängstlich sein.“

Bis Ende Januar wird jeden Abend ab 19 Uhr ein Stück bei den „Lessingtagen“ gestreamt, die fremdsprachigen mit englischen Untertiteln. Bis auf den Eröffnungsabend am 20. Januar sind alle Veranstaltungen kostenfrei.

 

Bühne „Verlasst das Theater nicht!“: In „Voices of Europe“ sprechen Regisseure wie Kirill Serebrennikov über ihre Arbeit in der Pandemie

Wie geht es den Theaterregisseurinnen und -regisseuren in der Pandemie? Haben sie Visionen für die Zeit nach Corona? Haben sie Ängste, Hoffnungen, Ideen? Unter dem Titel „Voices of Europe“ geben Kirill Serebrennikov, Maryna Davydowa, Simon McBurney und viele andere online Auskunft, im Rahmen der Lessingtage 2021 vom Hamburger Thalia Theater, die in diesem Jahr als Streaming-Festival stattfinden.  mehr...

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